Vom Dorf zu Maleens Knoll und zur Seebrücke im Bad (Sankt Peter-Ording)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑21m  ↓21m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten diese schöne Rundwanderung in Sankt Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt am Marktplatz im Ortsteil Dorf. Am Start grüßen uns Jan und Gret, eine Figurengruppe, die vor der Tourist-Information steht und an die beschwerliche Geschichte vor dem Beginn des Nordseetourismus erinnert. Jan und Gret zeigen, wie früher von Land aus gefischt wurde. Jan sticht Plattfische, während Gret Krebse, Muscheln und Aale einsammelt.

Von der Tourist-Information spazieren wir durch die Badallee. Wir passieren die katholische Filialkiche St. Ulrich (Baujahr 1957) und die DRK REHA-Klinik Goldener Schlüssel und erreichen dann die Ortslage Bad.

Bevor es zur Seebrücke geht, wandern wir hinauf zur Magdalenenhöhe, der höchsten natürlichen Erhebung im Gemeindegebiet von Sankt Peter-Ording. Auf der Magdalenenspitze steht eine kleine, hölzerne Aussichtsplattform, von der man hinab auf die Nordseeküste und über die Halbinsel Eiderstedt schauen kann.

Die Magdalenenhöhe wird vor Ort Maleens Knoll genannt. Dazu erzählt man sich folgende Geschichte: Vor langer Zeit lebte ein junges Mädchen namens Maleen in Sankt Peter. Maleen wollte einen Seemann heiraten, der aber noch einmal auf große Fahrt ging. Maleen ging jeden Abend zu der Düne, um nach ihrem Geliebten Ausschau zu halten. Der kam – allerdings anders als erhofft: Seine Leiche wurde nach Jahren angespült, nachdem Maleen vor Trauer zuvor auf Maleens Knoll verstorben war.

Zurück von Maleens Knoll geht es auf die Seebrücke Sankt Peter-Ording. Eine erste Seebrücke zur vorgelagerten Sandbank – dem Hitzsand – zwischen Bad und Ording entstand 1926. Heute hat die Seebrücke Sankt Peter-Ording eine Länge von 1.012m und führt über die Salzwiesen zum bis zu 2km breiten Strand von Sankt Peter-Ording. Am Ende der Seebrücke genießen wir den herrlichen Blick über den Sandstrand mit den Standkörben und den für Sankt Peter-Ording typischen Pfahlbauten.

Nach dem Ausflug zum Hitzsand geht es auf der Seebrücke zurück. Man passiert das Dünen Hus, das kulturelle Zentrum von Sankt Peter-Ording. Dann geht es über die Strandpromenade auf dem Deich südwärts, bis man auf Höhe des Zuwegs zum Südstrand den Deich verlässt.

Über einen kleinen Spazierweg laufen wir in den Ortskern von Dorf und erreichen in der Olsdorfer Straße das Museum der Landschaft Eiderstedt, das aus dem Heimat-Museum des früheren Kreises Eiderstedt hervorgegangen ist. Untergebracht ist das Eiderstedt-Museum im Haus Jensen, das 1752 errichtet wurde. Direkt hinter dem Eiderstedt-Museum steht die St. Peter Kirche aus dem 12. Jahrhundert, der Sankt Peter-Ording seinen Namen verdankt.

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