Urweltpfad Bolheim: Erdgeschichte hautnah im Jurassic Geopark Schwäbische Alb


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Länge: 7.68km
Gehzeit: 01:55h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Westlich von Herbrechtingen und Giengen an der Brenz liegt diese Runde im Geoerlebnisareal und eröffnet entlang des Urweltpfads Zeitfenster in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Landschaft der Schwäbischen Alb. Am Weg erläutern Thementafeln die Geschichte. Anhand von Geländeaufschlüssen und Fossilienfundplätzen wird zur Entdeckung im von der UNESCO ausgezeichneten Geopark Schwäbische Alb eingeladen.

Wir starten in die 160 Mio. Jahre alte Urzeit am Wanderparkplatz Brunnenhaus und haben zwölf attraktive Stationen vor uns. Gleich hier ist die erste Station mit der Schwäbischen Erdgeschichte und wir wandern gegen den Uhrzeigersinn. Wäre die gesamte Erde einen Tag alt, wäre die Schwäbische Alb eine Stunde alt und der Mensch wäre erst einige Sekunden vor Mitternacht entstanden, quasi erst einen Augenblick jung.

Wir wandern ein Stück die Ugenhofer Straße, biegen nach links und kommen zu den Savannen Schwabens, wo wir heute von Wald begleitet werden. Am Feldrand ist die Station „Schtoiner ond Kartoffla“. Vom Boden geht’s in die Schwäbische Karibik mit Kalkgesteinen des Jurameers.

Wir gehen links, wenn wir auf den Rothauweg stoßen und kommen zur Fundstelle „Löcher im Kliff“, einem Stück „Schwäbischer Riviera“. Vom Weg biegen wir nach rechts ein, treffen auf Waldrand und offene Landschaft, die man als Station „Everglades“ genannt hat. Hier ist die Mündung der Urbrenz gewesen.

In Wangendorf halten wir uns links, folgen ein Stück dem Sträßchen und biegen nach rechts ins Heidental, wo uns nochmals Wald umgibt. Die Rotbuche ist der natürliche Waldbaum der Schwäbischen Alb. Wir umrunden den Stürzel, queren die Rottsteige und folgen dem Hasenlochweg. Am Hasenloch haben wir einen schönen Aussichtspunkt. Bolheim liegt östlich von uns.

Wir stoßen auf die Ugenhofer Straße, halten uns links und sehen den ehemaligen Steinbruch Bolheim mit der Lindachhöhle. Die Station lüftet die Karstgeheimnisse. Für die Karstlandschaft typisch ist die überwiegend unterirdische Entwässerung. Der Kalk des Wassers bildet beim Heraustreten interessante Gesteine.

Nun erwartet uns Schwäbisch Sibirien mit der letzten Würmkaltzeit, die erst vorn 12.000 Jahren endete. Von der Natur- geht’s in die Kulturlandschaft, wo der Landschaftswandel verdeutlicht wird. Wir sind wieder da, im Hier und Jetzt.

Bildnachweis: Von CEphoto, Uwe Aranas CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

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