Urwald Sababurg, Holzapetal und Lempetal: Unterwegs im Märchenwald


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Länge: 16.88km
Gehzeit: 03:59h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die Sababurg im hessischen Reinhardswald gilt als einer der möglichen Schauplätze für das bekannte Märchen Dornröschen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Sababurg besetzt und beschädigt und verfiel danach in einen Zustand, den die Menschen bei Erscheinen der Grimmschen Hausmärchen direkt mit dem Dornröschenschloss assoziierten.

Wir wandern heute im Reinhardswald an der Sababurg, lassen die Burg selbst aber links liegen, sondern interessieren uns für die Wälder. Auf einem schmalen Pfad wandern wir vom Wanderparkplatz Drecktor direkt an der Kreisstraße K 55 los zum Urwald Sababurg.

Der Urwald Sababurg ist ein ehemaliger Hutewald, das in seiner urwüchsigen Form für ganz Mitteleuropa einzigartig ist. Der Urwald Sababurg wurde erstmals 1907 unter Schutz gestellt und ist damit Hessens ältestes Naturschutzgebiet. Auf gut neunzig Hektar Fläche wächst der Wald seit über hundert Jahren ohne menschliche Eingriffe. Es wächst meterhoher Farn und viele der knorrigen Eichen dürften zwischen 800 und 1000 Jahren alt sein.

Staunend wandern wir teils auf Bohlenstegen durch das verwunschene Naturschutzgebiet. Dann geht es weiter Richtung Tierpark Sababurg. Der wurde 1571 als landgräflicher Tiergarten angelegt und seit 1973 als öffentlicher Tierpark betrieben. Wir gehen ein Stück entlang des Tierparks und biegen dann rechts ab.

Es geht ins Holzapetal. Die Holzape ist der längste Fluss im Reinhardswald und mündet nach 23km in die Diemel. Wir sind hier im oberen Holzapetal, das als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Wir begleiten ein Stück die Holzape und treffen dann auf die Kasseler Schneise, der wir nach rechts folgen.

Durch den schönen Reinhardswald führt unser Wanderweg nun ins Lempetal. Die Lempe ist 16km lang, entspringt im Reinhardswald und mündet bei Hofgeismar in die Esse. Wir sind jetzt im Naturschutzgebiet Oberes Lempetal bei Hombressen und treffen hier auf den Mühlstädter Teich.

Einen guten Kilometer folgen wir weiter der Lempe, dann biegen wir rechts ab und tauschen den Wald nach und nach gegen Freiflächen ein. Wir kommen in den Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck, wo das sehenswerte Schloss Beberbeck das Zentrum eines klassizistischen Gutshofs bildet. Von hier wandern wir zurück zum Wanderparkplatz Drecktor.

Bildnachweis: Von Ökologix [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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ivw