Urbar (Rhein-Hunsrück-Kreis)

Weinhotel LandsknechtWeinhotel Landsknecht

Urbar liegt zwischen Sankt Goar flussabwärts und Oberwesel flussaufwärts auf den Höhen des Hunsrücker Mittelrheintals. Am anderen Rheinufer erhebt sich im Taunus der sagenumwobene Loreleyfelsen.

Die Loreley in den Blick nehmen kann man wohl am allerbesten vom Aussichtspunkt Loreleyblick Maria Ruh, nordöstlich der Ortsbebauung von Urbar. Das Gebiet rund um den Loreleyblick Maria Ruh wurde 2005 zu einem Landschaftspark umgestaltet. Auf Maria Ruh ist den Vätern des Loreleyliedes ein Denkmal gewidmet: Clemens Brentano, Heinrich Heine und Friedrich Silcher. Clemens Brentano schuf in seiner Ballade der Lore Lay eine Figur der Weltliteratur, Heinrich Heines Verse haben der Gestalt die poetische Form gegeben und Friedrich Silcher fand für dieses Lied die richtigen Töne.

Urbar selbst gruppiert sich um die katholische St. Antonius Kirche. Dem barocken Turm (wahrscheinlich 16. Jahrhundert) wurde 1956-57 ein neues Schiff angefügt. In der Rheingoldstraße finden sich darüber hinaus einige sehenswerte Fachwerkbauten.

Auf der anderen Seite von Urbar erhebt sich der Spitzenstein (417m). Hier finden sich noch Überreste einer Telegrafenstation, die Ende des 18. Jahrhunderts als Teil der Verindung Berlin-Trier eingerichtet wurde. Daneben wurde 2003 der Aussichtsturm Spitzenstein gebaut. Der 21m hohe Aussichtsturm ist im Prinzip frei zugängig, seit 2015 wegen Pilzfall aber gesperrt.

Südlich des Spitzensteins liegt Niederburg. Namensgeber war eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, von der heute aber nur noch geringe Mauerreste zu sehen sind. Besser erhalten ist dagegen die katholische Pfarrkirche St. Stephan aus dem 13. Jahrhundert. In ihrem romanischen Glockenturm läuten noch zwei Glocken aus dem 15. Jahrhundert mit sattem Klang.