Untersberger Kugelmühlen, Almbachklamm und Wallfahrtskirche Ettenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑650m  ↓650m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Westlich der Berchtesgadener Ache, wo der Almbach zufließt, ist Deutschlands älteste noch betriebene Kugelmühle, unser Start/Ziel im Beritt von Marktschellenberg. Der Wanderweg durch die wildromantische Almbachklamm ist sehr unterhaltsam, führt mit dem rauschenden Wasser, über Stege, mit Aussicht auf einen beeindruckenden Wasserfall und wir kommen zur malerischen Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Ettenberg.

Bei den Untersberger Marmorkugelmühlen entstehen aus eckig behauenem Marmor, Marmorkugeln. Ein Sandstein vom Obersalzberg rollt mit Wasserkraft in 2 bis 8 Tagen aus eckig rund. Die Kugeln dienen je nach Größe als Gewichte oder zum Spielen. Die Untersberger Marmorkugelmühlen wurden 1684 gegründet. Bis nach Indien rollten die Kugeln.

Die Almbachklamm ist bei gutem Wetter gegen Eintritt geöffnet. Rund dreißig Brücken, Stege, um 320 Treppenstufen, ein Tunnel (Deckenhöhe 1,6m) und eine Staumauer, all das will gepflegt sein und das geht nicht zum Nulltarif.

Etwas über 3km wandern wir mal links mal rechts des Almbachs durch die bezaubernde Klamm und genießen das erschlossene Naturspektakel, nebst dem Sulzer Wasserfall. Die feuchte Luft in der Schlucht erfreut die Atemwege. Weniger erfreut waren im 19. Jahrhundert sicher die Flößer, die verkeilte Holzstämme durch die Schlucht wieder freistemmen mussten.

Bei der Theresienklause, einer 14m hohen, 1836 gebauten, Staumauer kommen wir aus der Almbachklamm heraus und lenken die Schritte in Richtung Ettenberg. Durch Wald und mit Wiesen haben wir Ettenberg mit der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung nach rund 5,6km erreicht. Übrigens sind wir kurz davor an einem Bauernhof vorbeigekommen, der in der ZDF-Serie der Landhebamme Lena Lorenz (gespielt von Eva Mattes) zugeschrieben ist. Wo wir beim Film sind: der in der Serie genannte Himmelsruher Almwirt ist der Mesnerwirt neben der Wallfahrtskirche.

Die Wallfahrtskirche Ettenberg, Mariä Heimsuchung, steht auf einem Hochplateau recht malerisch. 1724 erfolgte die Grundsteinlegung der Rokoko-Kirche, die auch im Inneren malerisch ist, dabei nicht überladen. Die Aussicht ins Berchtesgadener Land und ins Alpenpanorama ist herrlich. Nach einer Brotzeit beim Mesnerwirt wandern wir steil abwärts den Hammerstielweg zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Alupus [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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