Über Nikolskoe und die Stolper Berge im Düppeler Forst


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Länge: 5.59km
Gehzeit: 01:26h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Mehr Spaziergang (mit kulinarischen Abstechern) als Wanderung ist diese Tour im Düppeler Forst an der Havel im Berliner Stadtteil Wannsee. Wir starten am Wirtshaus Moorlake, das man mit gut mit Fahrrad oder Auto erreicht. Alternativ kann man auch am Anleger Pfaueninsel beginnen, hier verkehrt ein Linienbus der BVG.

Wir spazieren entlang der Havel und genießen den unversperrten Blick zur Pfaueninsel. Die Pfaueninsel begann ihre Karriere im 18. Jahrhundert, als Friedrich Wilhelm II., genannt der dicke Lüderjahn, die Insel zunächst für erotische Abenteuerausflüge nutzte und dann später hier ein kleines Schlösschen aufstellen ließ, damit er sich bequem mit seiner Mätresse treffen konnte.

Grob auf halbem Wege zur Pfaueninsel biegen wir nach rechts ab und steigen hinauf in den Düppeler Forst zur Nikolskoe (in Berlin „Nikolskö“ gesprochen, wobei es wohl eigentlich Nikolskoje heißt). Seit dem 1991 sind Nikolskoe und der es umgebende Wald zwischen dem Wirtshaus Moorlake und der Pfaueninsel-Fährstelle Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin“ und seit 1992 Bestandteil des EU-Vogelschutzgebiets Westlicher Düppeler Forst.

1817 gingen Preußen und Rußland durch Hochzeit eine dynastische Verbindung ein. Deshalb ließ das preußische Königshaus wenig später ein russisches Blockhaus gegenüber der Pfaueninsel bauen. Nach dem Tod König Friedrich Wilhelms III. im Jahr 1840 wurde die Pfaueninsel nur noch gelegentlich von der königlichen Familie genutzt und wurde immer mehr zu einem Ausflugsziel der Berliner. Das Blockhaus Nikolskoe entwickelte sich in diesem Zuge nun zu einer professionellen Ausflugsgaststätte und später in West-Berlin zu einem touristischen Hotspot.

Die Kirche neben dem Blockhaus Nikolskoe ließt König Friedrich Wilhelm III. für die Bewohner Klein Glienickes und der Pfaueninsel durch die Architekten Friedrich August Stüler und Albert Dietrich Schadow errichten. Der kleine Zwiebelturm soll an die russische Kirchenstilistik erinnern.

Wir gehen durch den Düppeler Forst weiter zum Fähranleger für die Pfaueninsel und gehen dann auf dem Weg „Im Jagen“ bis zum Hänsel-Gretel-Steig, dem wir nach rechts folgen. Es geht über die Stolper Berge (immerhin bis 93m hoch) zurück zum Wirtshaus Moorlake.

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