Diese Rundwanderung südlich des Rheins im Stadtbereich von Bonn startet in Poppelsdorf. Der sehr beliebte Wohnort im Bonner Südwesten ist stark durch die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn geprägt, mit jungen Studierenden und alter Residenzgeschichte. Unsere Rundwanderung führt uns in die „Entspannungszonen“ südlich davon, auf den Balkon von Bonn, der Casselsruhe am Venusberg. Das Naturschutzgebiet Melbtal entführt in eine waldreiche kleine Schlucht. Wir sind hier auch an den Ausläufern der Eifel.
Start ist der Parkplatz zwischen Clemens-August-Straße und Rudolf-Stöcker-Weg. Aus dem städtischen Treiben geht’s flugs raus, indem wir zwischen den Häusern in die schmale Gasse Rehfuesstraße einbiegen. Das Gässchen kommt auf die Straße „Im Wingert“, in die wir nach links einbiegen. „Robert-Koch-Straße“ und „Alter Fahrweg“ geleiten uns um das Sankt-Marien-Hospital herum, und wir wandern ansteigend durch einen der ältesten Teile des Bonner Stadtwaldes. Wir treffen das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das zum Bonner Stadtteil Venusberg gehört.
Das Monument zeigt sich im Stil seiner Entstehungszeit 1897 ein wenig – na, sagen wir: gewaltig. Hier wurden Basaltstelen zu einer Pyramide zusammengerückt, und eine klassizistische Einfassung mit Kaiser-Konterfei und Gedenktext davor positioniert. Wir schlagen den Weg „An der Casselsruhe“ ein und wandern zu eben dieser, wo sich auch ein Hotel befindet und es früher schon einige Ausflugslokale gab. Je nach Baumhöhe hat man nach wie vor einen schönen Blick über das Bonner Gebiet, ins Rheintal und auf das Siebengebirge. Die Casselsruhe wurde um 1860 als Bank zu Ehren des Poppelsdorfer Bürgermeisters Johann Heinrich Cassel hergerichtet.
In der Höhenlage kommen wir durch ein nördliches Wohngebiet von Venusberg, in dem sich das Universitätsklinikum Bonn befindet, das fast den halben Ort ausmacht. Unsere Runde streift die Uni-Sportanlagen und führt hinab ins rund 20ha große Naturschutzgebiet, entlang des Melbbachs oder Engelsbachs (beide Namen werden verwendet). Das Melbtal beherbergt seltene Pflanzen und dient als Biotop für Vögel, Fledermäuse und Amphibien. Es gibt auch umgestürzte Bäume und Hangrutsche. Rechts unseres Weges liegt die dreibogige Steinbrücke, die um 1845 gemauert wurde.
Den Rundweg zum Ausgangsort wandern wir entlang von Mischwald, Bebauung und Kleingärten, über Straßen und schlendern den Wallfahrtsweg, der am Friedhof Poppelsdorf vorbeiführt.
Bildnachweis: Von Hawobo [CC BY-SA 2.0 DE] via Wikimedia Commons
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