Trier-Kürenz

Kürenz ist seit 1930 ein Stadtteil von Trier. Die meisten Einwohner leben heute in Neu-Kürenz, das sich auf dem Petrisbergplateau ausgebreitet hat. In Alt-Kürenz lädt der Kürenzer Schlosspark zum Bummeln ein.

Im Osten von Kürenz verläuft das Avelertal, durch das sich der 5km lange Avelsbach zieht und in Alt-Kürenz in die Mosel mündet. Am unteren Ende des Aveler Tals liegt der historische Ortskern um den Schlosspark herum.

Das Kürenzer Schlösschen ist ein ehemaliger Gutshof und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebaut, mit der Verwendung älterer Bauteile. Das Ensemble mit Landschaftsgarten und dem alten Baumbestand, einer Orangerie und einem Teehaus sowie Teile einer Umfassungsmauer stehen als Denkmalzone unter Schutz. Nicht mehr zu erhalten war das eigentliche Schlösschen, was man heute sieht ist ein Nebentrakt, das ursprüngliche Schlösschen musste 1966 abgerissen werde, es war zu kaputt.

In Alt-Kürenz steht auch die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius. Man sieht es schon von Ferne: der Bau ist nicht alt, sondern entstammt der Zeit der sogenannten neuen Sachlichkeit. Der kubische Bau mit einem kupfergedeckten Satteldach stammt aus dem Jahr 1933. Ihm zugeordnet ist ein schlanker Turm auf quadratischem Grundriss.

In der Domänenstraße liegt das Kloster Bethanien, es geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster der Benediktinerinnen vollkommen zerstört und hernach wieder aufgebaut. Heute leben dort noch zehn Benediktinerinnen, backen Hostien und sticken kirchliche Textilien (Paramentenstickerei).

Im Avelertal am Fuße der Weinberge fällt die Staatliche Weinbaudomäne Trier ins Auge. Sie gehört heute dem Land Rheinland-Pfalz und wurde 1896 vom preußischen Staat als Modellbetrieb gegründet. Das bauliche Ensemble der Musteranlage für Weinbau und Weinlagerung entstand 1900-09. Die historische Baugruppe besteht aus einem Kelterhaus, Abfüll- und Lagergebäuden sowie einem Wohnhaus und einem Turm.

In den Weinbergen oberhalb des Avelertals steht eine kleine Burg. Die wurde 1910 vom damaligen Pächter der Weinbaudomäne, Hugo Thiel, erbaut und wird deshalb heute auch Thiels Burg genannt. Der turmartige Zentralbau besteht aus Bruchsteinen und diente als Aussichtsturm, kann derzeit aber nicht betreten werden.

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