Traumschleife Schengen grenzenlos – Schengen sans frontières


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 30 Min.
Höchster Punkt: 309 m
Tiefster Punkt: 147 m
Traumschleife Schengen grenzenlos

Schengen – ein kleiner Ort in Luxemburg, keine 5.000 Einwohner stark, ist zum Inbegriff für ein Europa ohne Grenzen geworden. 1985 wurde hier im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg das Schengener Abkommen unterzeichnet, dass die Grenzkontrollen an den Binnengrenzen aufhob.

Eigentlich müsste das Schengener Abkommen aber Schengen-Perler Abkommen heißen, denn die Unterzeichnung fand auf einem Schiff auf der Mosel statt und die ist hier ein Kondominium (Gemeinherrschaft) von Deutschland (namentlich der Gemeinde Perl) und Luxemburg. Momentan zählt der Schengen-Raum 26 Mitgliedsstaaten und das Abkommen ermöglicht über 400 Millionen Europäern freies Reisen.

Eine der Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig widmet sich diesem Thema der Grenzenlosigkeit. Wir wandern im Dreiländereck und können die Wanderung mit einem Besuch des Europäischen Museums Schengen (Centre européen) kombinieren.

Wir beginnen die Tour auch genau hier, am Europäischen Museum Schengen in der Rue Robert Goebbels. Vom Bahnhof Perl aus gibt es einen Zuweg, der rund 700m lang ist. Vom Europäischen Museum Schengen aus wandern wir hinein ins Naturschutzgebiet Strombierg.

Das 29ha große Naturschutzgebiet Strombierg beeindruckt durch alte Buchenbestände mit zum Teil bizarren Formen und majestätischen Ausmaßen. Die mit Lianen überwachsenen Altholzbestände wirken wir ein Urwald im Herzen Europas. Neben vielen Säugetierarten, u.a. Wildschwein und Wildkaninchen, ist es vor allem die reichhaltige Vogelwelt, die das Naturschutzgebiet Strombierg auszeichnet. Rund sechzig verschiedene Vogelarten wurden beobachtet, darunter Habicht, Uhu, Hohltaube und Grauspecht.

Wir kommen bei unserer Wanderung bis an den Rand des französischen Weinbauorts Contz-les-Bains. Dann geht es hinauf auf den Stromberg (312m) und entlang steiler Weinberger oberhalb des Moseltals zurück nach Schengen.

In Schengen kommen wir wie auf dem Hinweg am Schloss Schengen vorbei. Schloss Schengen geht auf eine Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert zurück, von der aber nur noch einer der ehemals vier Rundtürme erhalten ist. Das heutige Gebäude entstand 1812 als Herrenhaus und wurde später auch als Tagungsstätte und Hotel betrieben. Der barocke Schlossgarten ist Teil der Gärten ohne Grenzen.

Bildnachweis: Von Guido Radig [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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