Traumrunde Marktbreit-Obernbreit (Maindreieck)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑260m  ↓260m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Traumrunden im Kitzinger Land mit Wein und Wald, zwischen Main und Steigerwald, sind zwischen 7 und 15km angelegt. Unsere heutige ist mit fast 11km längenmäßig im Mittelfeld. Es wird sehr abwechslungsreich mit Marktbreit, im Süden des Maindreiecks, am Mainufer, denkmalgeschützter Altstadt mit Museum Malerwinkel, Renaissancerathaus, Schloss, mit Obernbreit, Wonnetal und Wein, Streuobst und Wald.

Am Alten Kranen (1784), direkt am Ufer des Mains in Marktbreit geht’s los. Als erstes fällt das Museum Malerwinkelhaus ins Auge. Scheint es von der einen Seite recht niedlich, zwischen Breitbach und Maintor, zeigt sich über die Länge, dass es größer ist, als gedacht. Lange Zeit war es ein Handelshaus, mehrere Bauphasen liegen zwischen Ursprung und heute, wo sich ein Museum drin ausbreitet.

Gegenüber ist das Rathaus aus der Renaissance (1581), hübsch aus Bruchstein gemauert mit schmucken Voluten im Giebel und St. Georg an der Südostecke. Wir wandern die sehenswerten Bürgerhäuser betrachtend zum Seinsheimschen Schloss (ab 1585) und geziertem Giebel, mit drei Dachgeschossen über drei Vollgeschossen. Fugger-Architekten waren wohl gerufen worden.

St. Nikolai ist evangelisch und geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Man sollte reingehen. Drinnen als besonderer Schatz die Armenbibel mit einem über 60teiligem Bilderzyklus, der das Langhaus ausschmückt und biblische Szenen darstellt: Kain und Abel, Sintflut, Moses, Daniel in der Löwengrube …

Auf der anderen Seite ist die katholische Kirche St. Ludwig, 1849 geweiht. Die Runde öffnet sich, wir passieren die Bahn und schlagen den Weg nach Obernbreit ein. Durch zumeist offene Landschaft kommen wir über den Ohrenberg und einen Friedhof mit Hl. Kreuzkapelle (15. Jahrhundert) nach Obernbreit.

In Obernbreit ist nahe der Kirchgasse eine einstige Synagoge (1748) mit Mikwe denkmalgeschützt. Wir kommen zur evangelischen Kirche St. Burkhard (1731). Darin einzigartig ist die vollplastische Darstellung von Moses, der die Kanzel (1696) trägt. Aus der Renaissance ist das Rathaus, das uns giebelseitig ein klein wenig ans Schloss in Marktbreit erinnert.

Wir kommen über einen Wasserspielplatz an der Pörschelwiese am Breitbach entlang und nehmen Schwung für den Anstieg. Abwechslungsreich geht’s durch das Wonnetal, vorbei an der Weinlage „Obernbreiter Kanzel“ zum Gertholz. Wer oben ist, kann runter schauen. Wir haben Blick zum Schwanberg, ins Weinland und den Uffenheimer Gau.

Mit Feldern, Streuobstwiesen, Wald und Schwedengraben geht’s wieder abwärts. Über dem Main haben wir Aussicht von einer Kriegergedächtniskapelle über das Maindreieck. Per Liebespfad geht’s an den Mainkai von Marktbreit zurück.

Bildnachweis: Von Matthias Zepper [CC BY] via Wikimedia Commons

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