Thurnau-Rundwanderung (Fränkische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑129m  ↓129m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Thurnau liegt im Dreieck der Städte Kulmbach, Bayreuth und Bamberg, ist angebunden an die Autobahn A 70 und südlich verläuft der 50. Breitengrad durch den Markt Thurnau. Zudem ist Thurnau eine Stadt von Töpferei und Kunsthandwerk. Sehenswert ist der historische Ortskern mit dem Schloss Thurnau und der St. Laurentius Kirche, verbunden durch einen Brückengang.

Wir wandern mit anschließender Stadtbesichtigung vom Wanderparkplatz zwischen Jägerstraße und Hutschdorfer Straße in nördliche Richtung. Bei Fallmeisterei kommen wir an Teichanlagen vorbei. Dann geht es immer merklicher aufwärts durch Wald und Felder nach Oberwolfsknock mit seinen drei Gebäuden.

Auf den nächsten rund 1,8km werden wir von Bäumen beschattet und kommen wieder in die Gefilde des Hauptortes Thurnau. Die Hirtengasse führt uns zur Straße Obere Markt, in die wir rechts einbiegen. Links steht das Rathaus der Marktgemeinde Thurnau. In der Straße Obere Markt sehen wir schon einige Baudenkmäler aus dem 18./19. Jahrhundert mit sichtbaren Sandsteinquadern, verputzt oder mit Treppengiebel. Wir gehen zum Schlossensemble mit der St. Laurentius Kirche und dem Töpfermuseum nebenan. Die Töpferei hat bereits seit dem 14. Jahrhundert Tradition in Thurnau.

Die evangelisch-lutherische St. Laurentius Kirche mit spätgotischem Chorturm erhielt ihr Langhaus zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Beeindruckend im Inneren ist die Herrschaftsloge sowie die doppelte Empore. Sehr schön ist unter anderem auch das Deckenfresko mit dem Pfingstwunder. Bemerkenswert ist zudem, dass die Kirche mit dem Schloss durch einen Brückengang aus Holz verbunden ist.

Das Schloss Thurnau besteht aus einem Oberen- und Unteren Schloss. Das Obere Schloss zeigt sich als dreiflügelige Anlage aus dem 16./17. Jahrhundert. Das Untere Schloss ist älter, eine vierflügelige Anlage mit Kemenate aus dem 15./16. Jahrhundert über einem Kernbau aus dem 13. Erbauer und Bewohner waren die Ritter von Förtsch, gefolgt von den Familien von Künsberg und von Giech. Bereits im 19. Jahrhundert wurde die gräfliche Giech‘sche Familiensammlung als öffentliches, privates Museum eingerichtet. Das gibt es leider so nicht mehr, man ist aber bemüht die Sammlung wieder zusammenzustellen und ins Schloss zurück zu bringen.

Ein Teil des Schlosses steht leer, andere werden durch Institute genutzt, man findet auch ein Hotel und im Marstall Veranstaltungen. In der Mitte des Ensembles steht ein Neptun-Brunnen im Rokoko-Stil aus dem Jahr 1755. Was die sich an ihm windenden Figuren zum Ausdruck bringen wollen? Wir sind und da nicht ganz einig.

Einig aber darin, dem Wandervorschlag weiter zu folgen, zwischen Schlossweiher und dem einstigen Schlossgarten mit Wurzeln im 16. Jahrhundert zu flanieren. Die Zeiten überstanden hat ein notgesichertes Teehaus (privat). Der Schlossweiher wird vom Herrnmühlbach begleitet. Kleiner ist der Schwanenweiher, an dem vorbei wir nach Unterschorrmühle kommen und uns dann die Westseite des Schlossweihers „Am Damm“ anzusehen. Vom Schlossweiher aus fällt der Blick auf das Schloss – recht idyllisch!

Bildnachweis: Von Bodow [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort