Tennenloher Forst: Rundwanderung im Nürnberger Reichswald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑134m  ↓134m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung führt uns durch den Neunhofer Forst und das Naturschutzgebiet Tennenloher Forst. Beide liegen nördlich von Nürnberg, wobei der Tennenloher Forst der nördlichere der beiden Waldgebiete ist. Es wird eine Naturwanderung mit Wäldern, Bachläufen und im Tennenloher Forst einem der größten Sandökosysteme Süddeutschlands.

Start ist auf dem Parkplatz eines Damwildgeheges an der Straße ERH6, die Neunhof und Kalchreuth verbindet und die Autobahn A 3 zwischen Tennenlohe und Nürnberg überwindet. Die ersten rund 8,5km werden wir mit leichtem Auf und Ab zwischen den Höhenlagen von 300 und 314m unterwegs sein.

Der Neunhofer Forst ist ein knapp etwas über 10 Quadratkilometern großer Staatsforst und ein sogenanntes „gemeindefreies Gebiet“, welches keiner politischen Gemeinde angehört. Ebenfalls ist ein Merkmal, dass dort niemand wohnt. Wir kommen an einem kleinen Tümpel vorbei sowie am Eschengraben. Dann stoßen wir auf den Wurzelweg, in den wir nach links einbiegen und weiteren Bächen begegnen. Der Weinweg führt zur Kreuzung Steinberglein und in den Tennenloher Forst. Wir halten uns rechts.

Der Tennenloher Forst ist ein Naturschutzgebiet von 934ha Größe. 1935 rodete die Reichswehr 195ha, später nutzte die US-Armee das Areal, bis 1993. Auf dem Truppenübungsplatz setzte sich die Natur wieder durch und eine seltene Tier- und Pflanzenwelt siedelte sich an, zum Beispiel auf den trockenen Sandflächen der einstigen Schießbahn.

Rechterhand des Weges Dormitzer Straße ist der Geyersberg (326m) und der Ofenlochberg (335m), das Gebiet linkerhand heißt „Bei den elf Birken“ und dort ist der Gründlacher Berg (319m). Dann stehen wir auf der Wanderwegenetz-Kreuzung Steinernes Brücklein und am Hutgraben. Hier, am Wolfsfelder Weg wird an zwei Patriziersöhne erinnert, auf dem Ritt von Nürnberg nach Marloffstein, die 1547 von italienischen Soldaten erschossen worden waren. Der Maulaufreißer ist eine Replik einer Martersäule.

Links einbiegend gehen wir den Reutleser Weg am Gründlacher Moor vorbei, einer weiteren Abwechslung im Naturschutzgebiet. Noch zweimal rechts, über den Hutgraben, und wir sind wieder auf dem Wolfsfelder Weg, unterwegs zum Quellstein am Heuweg. Hier kommen auch die Menschen auf der Wanderung zu den Wildpferden im Tennenloher Forst vorbei.

Das Urwildpferdgehege liegt von unserem Weg aus gesehen nördlich und links der Route, die uns nun bis auf 352m bringt und zu einer Wegekreuzung mit einem Gedenkstein. Etwas über 11km sind wir bis hierher gewandert. Wir kommen über weitere kleine Wassergräben zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Ismail.Housni [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort