Töpfereimuseum Langerwehe

Langerwehe hat eine lange Töpfereitradition und das Töpferhandwerk war jahrhundertelang ein treibender Motor der Wirtschaftskraft des Ortes. Sehr gut erkennbar an den zwei Riesen auf dem Kreisel, wie die Tontöpfe am Kreisverkehr an der Luchemer Straße genannt werden. Ebenso im Zeichen des guten „Tons“ zeigen sich die Brunnen in Langerwehe, wie der Töpferbrunnen auf dem Gelände der einstigen Schule.

Dem Langerweher Steinzeug ist das Töpfereimuseum Langerwehe gewidmet. Bereits im Spätmittelalter wurde diese Keramik produziert. Es verließen Steinzeuggefäße des täglichen Bedarfs Langerwehe. Darunter Küchengeschirr und Krüge oder auch Wasserrohre. Bekannt war die Langerweher Tasse bereits im 14. und 15. Jahrhundert. Sie hatte eine charakteristische Form mit bauchigem Mittelteil und bisweilen mehreren Henkeln. Noch heute gibt es Töpferhandwerk in Langerwehe und damit auch Wehter Döppesbäcker.

Ihre Geschichte wird im Töpfereimuseum erzählt und das befindet sich in einem Gebäude aus dem Jahr 1715, das nach dem Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und ab 1950 wieder in Teilen aufgebaut wurde. 1930 erwarb die Gemeinde den alten Pfarrhof für eine erste Töpfereisammlung. Nach Kriegsunterbrechung konnte das Museum 1958 eröffnet werden.

Es zeigt eine große Sammlung von Exponaten, beginnend im 9. Jahrhundert. Anstelle der einstigen Stallungen des Pfarrhofs wurde eine Töpferwerkstatt eingerichtet. Es gibt auch Kursangebote und Seminare. Ein Vortragssaal ist in der einstigen Scheune und in dem modern wirkenden Anbau ist die Verwaltung untergebracht. Am ersten Advent findet jährlich ein Töpfermarkt statt und der Eifelmarkt ist am zweiten Sonntag im September – beides Gelegenheiten, sich der Wehter Döppesbäckerei zu nähern.

Regionaler Bezug:

Langerwehe Kreis Düren Nordrhein-Westfalen Hürtgenwald Rur-Eifel Eifel