Strada degli Eroi: Straße der Helden


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 21.74km
Gehzeit: 18:44h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Die Straße der Helden – heißt diese Route übersetzt – wurde durch das italienische Militär in den 1930er Jahren auf dem Monte Pasubio im Trentino errichtet. Sie erinnert an 12 italienische Soldaten des Ersten Weltkriegs, die die Goldene Tapferkeitsmedaille erhielten. Entlang der Strada degli Eroi verlaufen auch der Europäische Fernwanderweg E5 und der Sentiero della Pace. Wir sind hier auch im Verlauf der Provinzgrenzen von Venetien und Trentino. Rund 800m Höhenunterschied wollen, von Süd nach Nord, bewältigt werden. Serpentinen, herrlicher Bergmischwald, Ausblicke, Tunnel, Felsen, Kämpfe.

Start ist an der Via Balasso (SS46), westlich von Sant’Antonio del Pasubio, am Pass Pian delle Fugazze, nahe der Unterkunft Albergo al Passo auf rund 1.160m. Ziel ist Porte del Pasubio auf 1.928m.

Der Weg ist geschottert. Die spannenden Stellen werden ab der Galleria d’Havet erreicht. Hier geht es durch einen in den Felsen gehauenen Tunnel und man bekommt allmählich immer mehr Ausblicke. Die Strada degli Eroi zeichnet sich besonders durch die in Felsflanken geschlagenen Wege aus, sogenannte Mulattiera. Das leitet sich vom Wort Maultier ab und bezeichnet einen Saumpfad. Saumpfade wurden zum Transport von Waren auf Packtieren angelegt. In diesem Fall mit militärischem Hintergrund. Über den Weg sollte zügig der Nachschub anrücken.

Galleria d’Havet wurde nach einem Kommandanten benannt und der Tunnel war nötig, da an dieser Stelle der Weiterweg in das Val Canale lawinengefährdet war. Havet ordnete auch den Bau des Weges bis zum Barackenlager El Milanin an, was in der Nachkriegszeit zum Rifugio Achille Papa wurde. Der Weg mit mehreren Brücken und 11 Tunneln kommt der anderen bekannten „Strada“ aus dem Krieg nah, der Strada delle 52 Gallerie.

Im Zuge des „Schlachtfeldtourismus“ wurde der Saumpfad in den 1930ern zur Fahrstraße erweitert. Bis in die 1990er durften Autos hier fahren. Jetzt verkehren lediglich im Sommer Shuttlebusse. Die Strecke ab dem Tunnel ist die eigentliche „Heldenstraße“ Strada degli Eroi, an der die 12 Gedenktafeln verteilt sind. Diese 12 Männer erhielten die höchste italienische Kriegsauszeichnung für ihren Einsatz am schwer umkämpften Monte Pasubio. Sie starben im Schlachtgetümmel oder nach Gefangennahme und Hinrichtung. Einer kam durch, Carlo Sabatini (starb 1952). Es ist bizarr: Blicke in die herrliche Bergwelt im Kontext zu blutigen Kämpfen … Das Rifugio hängt sich in die Felsen am Weg mit den vielen Spuren, der Teil des Friedenswegs ist.

Bildnachweis: Von qwesy qwesy [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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