Am alpinen Gebirgspass Pian delle Fugazze an der Via Balasso (SS46), westlich von Sant'Antonio des Pasubio, startet diese Rundwanderung. Hier sind Parkplätze und ein Hotel mit Bar und Restaurant. Der Pass stellt eine Verbindung her zwischen Ballarsa im Trentino und Val Leogra in der Provinz Veneto. Am Pass zwischen Pasubio Massiv und Sengio Alto Gruppe beginnt übrigens auch die Strada degli Eroi. Des Weiteren sind hier der Europäische Fernwanderweg E5 (Bodensee–Venedig) und der Sentiero della Pace.
Unsere Runde führt gen Süden aufwärts über den Selletta Nordovest (1.611m) und verläuft somit im Uhrzeigersinn. Die ersten rund 2,3km geht’s immer rauf, von 1.165m bis auf den Selletta Nordovest. Zu Beginn treffen wir die Malga Morbi und ansteigend wandern wir durch den Bergmischwald, je höher, je öfter in kleinen Serpentinen, und immer mal wieder ergeben sich Ausblicke.
Linkerhand reihen sich die Gipfel an der Grenze der Provinzen aneinander. Der nächstgelegene ist der Monte Cornetto (1.899m). Wir wandern absteigend und eine spitze Kehre über Bergwiesen zur Malga Boffetal. Hier herrscht je nach Saison und Wetter reges Treiben, denn auf den unterschiedlich großen Felsen, die aus der Berggruppe gebrochen und hier liegen geblieben sind, wird gebouldert. Wir haben etwas über die Hälfte der Runde erwandert und nun geht’s gemütlich zum Ausgangsort bergab zurück.
Info: Das Pasubio-Massiv wird zu den „Kleinen Dolomiten“ gezählt. Geschichtlich war das Pasubio-Gebiet im Ersten Weltkrieg blutig umkämpft. Auf der einen Seite Österreich-Ungarn und auf der anderen Italien. Beide Heere trieben auch Stollen ins Massiv und es gab heftige Sprengungen am „Berg der 10.000 Toten“. Nördlich dieser Runde ist ein bekannter Weg die Strada delle 52 Gallerie mit 52 Tunneln auf 6,3km. Die endet am Rifugio Achille Papa.
Bildnachweis: Von Gianfranco Graizzaro [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
Über 500m Höhenunterschied hält diese Rundwanderung gegen den Uhrzeigersinn und mit herrlichen Aussichten für uns bereit. Sie startet südlich...