Der Passo della Borcola (1.207m) liegt nah am Monte Borcoletta (1.759m), auf der Seite von Trentino in der Kommune Vallagarina. Der Berg ist auf der Seite von Veneto. Unsere Wanderrunde startet am Pass und führt gegen den Uhrzeigersinn mehrheitlich durch den Bergmischwald im Trentino und dort bis in die nördliche Flanke des 2.080m hohen Monte Buso am Selletta Monte Buso. Wir sind hier im Gefilde der Gruppo del Pasubio. Das Pasubio-Massiv wird auch zu den „Kleinen Dolomiten“ gezählt.
Gruppo del Pasubio zeigt sich als markantes Kalksteinmassiv in den Vizentiner Alpen und an der Grenze der Provinzen Trient und Vicenza. Der Pasubio war eine geschichtsträchtige Frontlinie im Ersten Weltkrieg. Berühmt ist die in der Nähe befindliche Strada delle 52 Gallerie (6,3km), die Soldaten in die Felsen geschlagen haben. Das ist ein Saumpfad mit etlichen Tunneln, um Nachschub an die Front zu bringen. Das mit dem Nachschub nehmen wir für diese Tageswanderung auch ernst und haben genügend Proviant einstecken.
Zu Beginn an der SP138 an der Passstraße ist ein Parkplatz und wir kommen in wenigen Augenblicken zur Malga Borcola, wo man sich vielleicht vorab stärkt. Etwas erhöht ist die kleine Kirche und man hat schon eine prima Aussicht. Das Warmup ist ein Stück abwärts über einen Bach und alsbald wandern wir ansteigend. Den höchsten Punkt der Runde werden wir nach etwa 8km bei fast 1.960m erreichen.
Wir streifen den Passo Lucco und die Malga Bisorte, wo man seine Trinkflasche evtl. befüllen kann. In deren Nähe ist ein Hubschrauberlandeplatz. Durch den Bergmischwald erreichen wir den Selletta Monte Buso als höchsten Punkt. Die Straße mit den 52 Tunneln ist südlich von uns. Wir wandern unseren Abwärtsbogen und kommen durch den Wald sowie entlang von Waldrand und Bergwiesen mit einem kleinen Schwenk in die Provinz Vicenza zum Ausgangsort zurück.
Bildnachweis: Von Robertk9410 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons