Steinernes Tor, Moosalpe und Hochhäderich: Rundtour ab Riefensberg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 23 Min.
Höhenmeter ca. ↑644m  ↓644m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Tourenbuch des Naturparks Nagelfluhkette hat diese schöne Runde die Nummer 24. Der Hausberg von Riefensberg ist der 1.300m hohe Kojenstein, über den wir wandern, das eindrucksvolle Hochlagenmoor Häderichmoor erkunden, sowie über das Steinerne Tor den Wandel der Lebensräume mit feuchtem Mischwald des Nordhangs zu trockenen Alpweiden des Südhangs erleben. Das Alpstüble Moos lädt nach rund 7,4km der Tour zum Bergfest.

Von Riefensberg starten wir, halten uns gen Süden und aufwärts. Wir durchwandern abwechslungsreiche Landschaft mit Bergmischwald und Weideflächen, genießen beim Aufsteigen die Aussichten über Vorarlberg und den Naturpark Nagelfluhkette

Nach rund 5,3km sind wir durch den schönen Bergmischwald zum Steinernen Tor auf 1.280m gelangt, haben aufgerundet 500 Höhenmeter, vom Ausgangsort gemessen, hinzugewonnen. Am Steinernen Tor, nomen est omen, eröffnet sich ein sehr schöner Blick über das Kojental. Einerseits erreicht einen der Duft des feuchten Mischwaldes, andererseits die Wärme des trockeneren Alpweidegebiets.

Nach einem knappen Kilometer sind wir am Kojenstein mit herrlicher Aussicht. Unter dem Gipfel des Felsvorsprungs ist als weitere Besonderheit das Kojenloch. Hier hat sich eine Höhle im Nagelfluhfels gebildet.

Wir wandern über Wiesen an der Kojenalpe vorbei, kommen auf den Weg Moosalpe und landen am Alpstüble Moos, wo sich eine Einkehr anbietet. Wenn nicht jetzt, dann gibt es diese Möglichkeit nach gesamt 11km noch einmal.

Wir erkunden das Häderichmoor im Schutzgebiet Kojenmoos. Das ist eines der wertvollsten Hochlagenmoore am nördlichen Alpenrand, bekommt viele Niederschläge ab und durch die verhältnismäßigen warmen Temperaturen bieten sich für das Moor super Bedingungen. In den 1960er Jahren wurde die Torfgewinnen heroben eingestellt und Teile des Moors erholten sich. Hier fühlen sich Libellen, Heuschrecken, Schmetterlinge und seltene Pflanzen wohl – und wir auch. 

Spuren menschlicher Gestaltungskraft, da kann man zu stehen wie man will, haben wir beim Hochhäderich mit Liften zum Hennenmoos nebst einem Hotel. Wir lassen die Gschlötteralpe rechts von uns und wandern über die Grenze von Österreich nach Deutschland, sind in Richtung Alpe Hinter-Hochwies unterwegs, biegen davor links ab, kommen über den Lanzenbach. Richtung Alpe Glutschwanden geht’s über die Wiesen, wir biegen abermals vorher links ab, wandern wieder nach Österreich und können die zweite Möglichkeit zur Einkehr ins Alpstüble Moos wahrnehmen.

Dann treten wir erneut durch das Steinerne Tor, verlassen die Wiesenhöhen und genießen nun den erfrischenden Bergmischwald, leicht federnd in den Hüften bergabwandernd. Nach rund 12,7km sind wir am Kreuzungspunkt, den wir beim Aufstieg schon gesehen haben. Hier halten wir uns rechts. Wenn der Wald sich kurz lichtet, sind wir beim Parkplatz Eppler Hütte. Im weiteren Verlauf treffen wir auf die Marienkapelle. Kurz drauf, vor dem Gasthof Hochlitten, halten wir uns gen Westen und gelangen nach Riefensberg zurück.

Bildnachweis: Von Fomanu [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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