Stadtkirche Laubach

Geht die erste urkundliche Erwähnung von Laubach als Lobach auf die Jahre 750 und 802 zurück, wird eine Kirche schon kurze Zeit später benannt, die Kirche St. Maria. Die Laubacher Stadtkirche entstand aus der Marienkirche und liegt gleich neben Schloss Laubach. Zwei Dinge fallen dem Betrachter der Kirche direkt ins Auge. Die Laubacher Stadtkirche sieht zusammengestellt aus, mit dem groben Stein einerseits, der wehrhaft daherkommt und dem Verputz sowie der zweigeschossigen Fensterfront, die auch zu einem Schulhaus gehören könnte, zudem ist das Turmdach rautenförmig.

Die Stadtkirche Laubach besteht aus romanischen und frühgotischen Elementen, wobei die romanischen auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Das Langschiff entstand um 1702 im hochbarocken Stil mit klassizistischen Elementen. Ein starkes Stück Barock ist auch in der Orgel auf der Empore enthalten. Die klangreiche Orgel ist über 250 Jahre alt und wurde vor einigen Jahren restauriert.

In den älteren Bauteilen der Kirche zieren schöne Malereien die Wände, wie das vom heiligen Georg im Chor. Rund um das Grabmal von Friedrich Magnus (1563) aus Alabaster sind zudem Groteskenmalereien. Die floralen Motive finden sich auch in den Fensterlaibungen. Nach der grundsätzlichen Restaurierung kommen sie wieder hervorragend zur Geltung, wie auch die tonnengewölbte Holzdecke mit Kassetten. Im Kircheninnern befinden sich weitere Grabdenkmäler des Adels der Familie zu Solms.

Erwähnenswert ist zudem der strahlend blaue Herrschaftsstuhl. Die Loge ist mit goldenen Schnitzereien verziert. Sie stammt aus dem Jahre 1735. Rund 35 Jahre früher entstand die Kanzel mit dem Schalldeckel. Weitere Schätze in der Stadtkirche Laubach sind die Gemälde und das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, welches im Schlosspark gefunden wurde und jetzt auf neueren Füßen vor der Kanzel steht.

Regionaler Bezug:

Laubach Landkreis Gießen Hessen Laubacher Hügelland Gießener Becken Oberhessen