Bottrop im Ruhrgebiet ist mit seinen rund 118.000 Einwohnern eine kreisfreie Stadt. Das bedeutet, dass die Aufgaben, die ansonsten der Landkreis erledigen würde, vor Ort gemacht werden. Mehr Eigenständigkeit und mehr Verantwortung. Wir schauen uns auf unserer Runde eigenständig an, wie Bottrop die Naherholung für Bürger und Gäste gestaltet.
Die Runde zwischen zwei Friedhöfen umfasst dabei Wald, Stadtteiche und den Stadtgarten mit dem Museumszentrum Quadrat. Los geht’s vom Parkplatz am Parkfriedhof nordwestlich der Innenstadt. Über die Hans-Böckler-Straße gelangen wir auf den Hierkampweg in die Runde mit dem Uhrzeigersinn. Wir kommen zum Egon-Bremer-Platz und biegen dort zu den Stadtteichen ein, die wir in einem entspannten Bogen umrunden.
Die Bottroper Stadtteiche entstanden durch den Abbau von Sand und Kies. Sie sind im rund 188ha großen Naturschutzgebiet Köllnischer Wald. Es wurden Benjeshecken zur Aufwertung des Gebiets und zum Schutz der Gewässer in die Landschaft geflochten. Die sind auch bei vielen Vögeln, Insekten oder Igeln beliebte Refugien. Zwischen den beiden Teichen ist ein kleiner Unterstand. Wir wandern weiter und gelangen durch den Mischwald auf den Weg Wevels Wiese, treffen auf die Kirchhellener Straße, biegen dort nach rechts ein und kommen über die L631 zum Nordring.
Nun wird es wieder etwas stiller, wenn wir den Nordfriedhof durchqueren. Der wurde 1907 eröffnet und hat einigen alten Baumbestand sowie Denkmäler, die dem Bergbau und dessen Opfern gedenken. Wir wandern anschließend durch ein städtisches Gewerbe- und Siedlungsgebiet entlang der Mozart- und der Wagnerstraße, biegen in die Wittstammstraße mit Ein- und Mehrfamilienhäusern ein, folgen durch Rechtsabbiegen der Oberbeckstraße und überwinden die L631 erneut. Der Stadtgarten wartet!
Das bauliche Hauptensemble im Stadtgarten Bottrop ist das Josef-Albers-Museum Quadrat (Eintritt frei, außer Sonderausstellungen). Es wurde als Heimatmuseum gegründet, bis es Erweiterungen erfuhr, um die Sammlung des in Bottrop geborenen Künstlers Josef Albers (1888–1976) aufzunehmen. Im ältesten der Bauten, einer Villa, ist die Ur- und Ortsgeschichte – mit Mammut. Die Quadrate stammen aus den 1970er/80er Jahren, von Stadtbaumeister Bernhard Küppers. Dann ist da noch die Josef-Albers-Galerie in einem Erweiterungsbau von 2022. Ringsum legt sich die gestaltete Landschaft mit Skulpturen und einem Teich. Zum Ausgangsort ist es nicht weit. Der Weg führt an einer Kleingartenkolonie vorbei.
Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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Hätte man den Großvätern erzählt, was aus ihrem Pott mal werden könnte, sie hätten es vielleicht nicht geglaubt. Bottrop ist auch so ein Beispiel...
Bottrop, seit 1952 Großstadt, hat rund 117.000 Einwohner, die sich auf drei Stadtteile verteilen, Bottrop-Mitte, Bottrop-Süd und Bottrop-Kirchhellen....