St. Nikolaus (Großrosseln)

Der heilige Nikolaus hat sein Haus an der Grenze zu Frankreich. Dahin kann man jedenfalls seit 1966 seine Weihnachtspost senden und die wird aller Wahrscheinlichkeit auch beantwortet.

Das Nikolauspostamt hat sogar einen eigenen Stempel und nach St. Nikolaus in der Gemeinde Großrosseln im Deutschen Warndt kommen jährlich rund 10.000 Briefe. Die Adresse ist einfach: An den Nikolaus, 66351 St. Nikolaus. Wer Lust hat, kann seinen Brief auch vor Ort abgeben, in der Weihnachtsstube bei Kakao und Kuchen. Das Nikolauspostamt ist in der „Alten Schule“.

St. Nikolaus gilt als ältester Ort im Warndt, ganz im Südwesten des Saarlands. Eine erste St. Nikolaus Kapelle wurde wohl um 1270 erbaut. Die noch erhaltenen Ruinenteile sind aus dem 13. und dem 15. Jahrhundert. Sie wurde erst von Schweden zerstört und dann abgerissen. Aus den übrigen Steinen entstand eine neue Kapelle, aber auch die wurde wieder abgebrochen – nun ist da ein Kreuz.

Am Ende des Mühlenwegs liegt der Nikolausweiher, der zur damaligen Wallfahrtskapelle des Heiligen gehörte, wo sich Benediktinermönche angesiedelt hatten. Der Weiher war mit seinen Fischen Zulieferer der Speisekammern der Mönche und spendete die Wasserkraft zum Betrieb einer Mühle. Nach der Reformation zog es die Mönche von hier fort. Ihre Gebäude verfielen und wurden bei kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört. Teilweise wurden die Steine beim Bau des Jagdschlosses Karlsbrunn wieder verwendet.

Der Nikolausweiher liegt am Warndt-Wald-Weg (15km), der aus Karlsbrunn und in der Folge aus der Richtung Emmersweiler kommt und im Uhrzeigersinn von hier aus zum Wildgehege Karlsbrunn führt. In St. Nikolaus beginnt auch der Schäfertrail (22km), der insgesamt rund 22km misst. Er startet am Parkplatz am Ende der Straße „Zu den Eichen“ und führt von hier aus über Großrosseln, Ludweiler und Karlsbrunn zurück nach St. Nikolaus.

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