Wo 1909 ein Zeppelin landete und eine große Gartenbauausstellung stattfand, ist heute mit über 60ha einer der größten Landschaftsparks Europas. Gruga ist das Ergebnis der Buchstabenzusammensetzung aus: Große Ruhrländische Gartenbauausstellung. Die fand 1929 statt. Zum Grugapark (Eintritt) kam 1928 das Gelände des Städtischen Botanischen Gartens. Zur Bundesgartenschau 1965 wurde er nochmal erweitert. Der Grugapark grenzt an die Stadtteile Holsterhausen im Norden, westlich die Margarethenhöhe, wo um 1900 ein Grüngürtel angedacht war, und Bredeney im Süden.
Den Ehrenpreis für eine hervorragende nachhaltige Nutzung eines BuGa-Areals hat der Grugapark im grünen Herzen der Stadt Essen im Stadtteil Rüttenscheid verdient. Das schauen wir uns genauer an und starten an der Messe Essen. Wir starten in das Grugaerlebnis zwischen der 1958 errichteten Grugahalle und dem Atlantic-Parkhaus. In der Halle haben 10.000 Menschen Platz, wenn sie nicht bestuhlt ist. Als im Juni 1966 dort die Beatles auftraten, sorgten zwischen 16.000 und 17.000 Fans für „Beatlemania“.
Im Park, durch den auch ein Bähnchen fährt, stehen um die 40 Skulpturen, es gibt etliche Spielplätze und Sportangebote, ein Gradierwerk, Grillplätze, Liegewiesen, den botanischen Garten mit seltenen Pflanzen und verschiedentlich angelegten Rabatten, Brunnen, Teiche und eine Vielzahl an Tieren. Unsere Runde führt uns zur Orangerie mit Gastronomie. Dann kommen wir über den Waldsee, der vom Borbecker Mühlenbach gespeist wird, zu einer Darstellung des geologischen Profils durch das Großessener Gebiet. Sehr schön ist auch der Wasserfall.
Wir streifen anschließend den Botanischen Garten der Universität Duisburg-Essen, wo sich unter anderem ein Pflanzenschauhaus befindet, Forschungsbereiche und eine Gartenbau-Fachschule. Verschiedene Themengärten sind nahebei. Wir sehen den Stenshofturm (Romanisches Haus) aus dem 12. Jahrhundert, der in einen einstigen Bauernhof integriert war. Bienen, Mustergarten, Irrgarten, Kindertheater und ein Schwenk um den Südfriedhof bringen uns zur Vogelfreiflughalle und zu den Eulen.
Dann wandern wir um den Margarethensee, an dem man auch hübsch sitzen und Enten gucken kann. Ein augenfälliges Bauwerk ist der 29m hohe Grugaturm (in Sanierung). Der Aussichtsturm steht unter Denkmalschutz und ist ein Beispiel der klassischen Moderne. Die stilisierte Tulpe obendrauf ist das Zeichen des Grugaparks. Der Turm aus der Gründungszeit des Parks war ursprünglich nicht für die Dauer angelegt, wurde dann doch weiter ausgebaut und kann dann bald mit dem Park seinen 100. feiern. Wir streifen die Kranichwiese und kommen um die Gruga-Therme herum. Nahebei ist das Gradierwerk. Wir wandern am Wassergarten entlang und da sehen wir auch schon die Grugahalle.
Bildnachweis: Von Goofy50 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
Die Margarethenhöhe in Essen gilt als die erste deutsche Gartenstadt und beruht auf einer Stiftung von Margarethe Krupp aus dem Jahr 1906. Während...
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Essen ist eines der großen Zentren des Ruhrgebiets und der Aufstieg Essens zur Wirtschaftsmetropole ist untrennbar mit dem Namen Krupp verbunden....