Schwanheimer Düne und Schwanheimer Wald (Rundwanderung)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑103m  ↓103m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir beginnen unsere Rundwanderung im Frankfurter Südwesten am Parkplatz am Waldspielpark Schwanheim. Von hier aus folgen wir der Schwanheimer Bahnstraße hinein nach Schwanheim.

Am Ortsrand treffen wir auf das Verkehrsmuseum Frankfurt am Main. Hier wird u.a. der weltweit älteste erhaltene Straßentriebwagen von 1884 gezeigt. Ein wichtiges Ausstellungsstück ist auch der Prototyp des weltweit ersten echten Stadtbahn-Triebwagens vom Typ U1. Das Verkehrsmuseum ist sonn- und feiertags geöffnet und kein schlechter Tipp, wenn man z.B. mit dem Nachwuchs unterwegs ist.

Jetzt spazieren wir durch Alt-Schwanheim und biegen am Ende nach rechts in die Martinuskirchstraße, die uns zur evangelischen Martinuskirche leitet. Die Martinuskirche entstand 1910-11 im Stil des Historismus. Das Gebäudeensemble besteht aus dem rechteckigen Kirchenschiff, dem Glockenturm und dem Pfarrhaus mit Verbindungsbau.

Vor der Martinuskirche biegen wir nach links zum Main ab und folgen dann dem Main-Radweg, später dem Main-Uferweg bis zur Alten Schwanheimer Schleuse. Hier biegen wir links ab und wandern auf die Schwanheimer Düne zu, die vor etwa 10.000 Jahren entstand und zunächst bewaldet war, bis ein Schädlingsbefall den Bäumen den Garaus machte. Die Aufforstung schlug danach fehl, so dass man begann, Sand abzutragen. Dabei entstanden einige Gruben, die heute teilweise Seen einen wichtigen Lebensraum bilden.

In den äußeren Bereichen ist die Schwanheimer Düne von Magerrasen bedeckt, in dem Nachtkerzen, Natternkopf, Dachtrespe und Kleines Filzkraut gedeihen. Sogar aus dem Mittelmeerraum eingewanderte Pflanzen gedeihen hier prächtig. Auf kleinen Sandhügeln und Böschungen im Kernbereich wächst das in Hessen als gefährdete Pflanzenart ausgewiesene Silbergras, das mit seinen tief reichenden Wurzeln vorwiegend offen liegende, humusarme Sandflächen besiedelt.

Hinter der Schwanheimer Düne müssen wir die Bundesstraße B 40 passieren und sind dann unterwegs im Schwanheimer Wald, der hauptsächlich von Eichen und Hainbuchen charakterisiert ist. Im Frühjahr bedeckt ein Blütenteppich aus Buschwindrosen den Waldboden. 

Auf Höhe der Schwanheimer Wiese stoßen wir auf die eben entsprungene Kelster und folgen dieser zum Rohsee. Dann geht es auf der Langschneise und der Lichtertalschneise zum Waldspielpark Schwanheim. Dabei wandern wir ein kurzes Stück auf dem örtlichen Waldlehrpfad.

Bildnachweis: Von Fritz Geller-Grimm [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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