Schloss Wrangelsburg Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑111m  ↓111m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es gibt Orte, da ist man froh, dass sich jemand drum gekümmert hat. Das Schloss Wrangelsburg ist so einer. Es ist in Privatbesitz und wurde jüngst saniert: eine kleine Augenweide mit allem, was dazugehört, Park und Schlosssee, wunderschön eingebettet in eine Landschaft mit Wald und Feldern, im Amt Züssow.

Aufgerundet leben 220 Menschen in Wrangelsburg, wo wir zwischen Friedhof und Schloss parken. Am Schlossplatz stehen die Baudenkmäler von Wrangelsburg, das einst Vorwerk hieß. Auf dem Friedhof ist ein Mausoleum, Man sieht beim Schloss eine Feldsteinruine mit behauenen Steinen vom Herzogsschloss Wolgast, das Amtshaus und natürlich das Herrenhaus.

Das Amtshaus ist das Torhaus zur Wrangelsburg aus der Zeit um 1600. Man sieht auch eine Feldsteinscheune oder den ehemaligen Schafstall, der zur Papiermanufaktur wurde. Die neuen Eigentümer des Herrenhauses haben 2018 den Mittelrisalitturm neu aufgesetzt. Das Schloss mit den Treppengiebeln ist ein kleines Schmuckstück, mit Details wie Puttenköpfe im alten Mauerwerk.

Im damaligen Ort Vorwerk wurde um 1600 ein vierflügeliges Renaissanceschloss errichtet, das bis zum Dreißigjährigen Krieg hielt. 1653 kam der Ort in die Hände der Familie von Wrangel, ein deutsch-baltisches Adelsgeschlecht, und der Ort wurde Wrangelsburg getauft. Jene bauten auf den Schlossmauern ein Barockschloss und 1880 entstand das heutige Herrenhaus auf den Resten des barocken Baus.

Wir wandern durch den Schlosspark im englischen Stil, kommen an einem sehr stattlichen alten Baum vorbei zum Ufer des Schlosssees. Der ist mit dem Großen und Kleinen Schwarzen See in einer Ebene innerhalb eines Randmoränenzugs. Der Schlosssee wird aus mehreren Gräben gespeist und kommt auf eine Fläche von 12ha.

Entlang seinem Ostufer wandern wir mit Waldbegleitung zum kleineren Schwarzen See. Im Wald wurden Reste des Burgwalls Wrangelsburg gesichtet. Wir kommen an ein Sträßchen, in das wir nach links einbiegen und zum Jägerhof gelangen. Von der Waldstraße biegen wir nach links ab, wandern durch abwechslungsreiche Vegetation, nördlich ist der 32m hohe Schwarze Berg. Per Wrangelsburger Weg und Schwedenstraße kommen wir zum Herrenhaus Wrangelsburg zurück.

Bildnachweis: Von Der wahre Jakob [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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