Schloss Ulenburg Rundwanderung (Löhne)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑82m  ↓82m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Wasserschloss Ulenburg in Löhne ist Thema und Ziel dieser kurzen Rundwanderung in Ostwestfalen. Ausgangspunkt der Runde ist der Parkplatz direkt an der Autobahnausfahrt Löhne der A 30. Wir gehen mit der Autobahn im Rücken zum Beckerkrug. Hier halten wir uns links in die Ellerbuscher Straße.

Rechterhand steht Haus Beck, das erstmals 1151 als Lehnshof der Abtei Herford genannt wurde. Das heutige Haupthaus wurde um 1648 erbaut. 1899 erwarb Doktor Friedrich Blomeyer Haus Beck und es ist bis heute im Besitz seiner Familie. Zurzeit wird Haus Beck unter anderem als Schulungs- und Ausstellungszentrum genutzt. Die Ackerflächen werden landwirtschaftlich genutzt. Einige Hofgebäude sind an eine Küchenmöbelfirma verpachtet.

Wir bleiben noch ein Stück auf der Ellerbuscher Straße, bevor es rechts ab geht ins Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbachtal (ein Zufluss der Werre). Das Tal des Rehmerloh-Mennighüffer-Mühlenbachs ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, viele Rote Liste-Arten wie Wasserspitzmaus, Fledermäuse, Baumfalke und der Aurorafalter sind heimisch.

Wir schlendern vorbei an der evangelischen Kirche in Mennighüffen und halten uns dann links zum Schloss Ulenburg. Schloss Ulenburg entstand 1568-70. Der sandsteingegliederte Putzbau im Stil der Weserrenaissance steht auf einem hohen Sockel. Im Jahr 1927 kaufte die Heil- und Pflegeanstalt Wittekindshof das Schloss und betrieb dort bis ins Jahr 2008 hinein eine Pflegeeinrichtung zur Betreuung geistig behinderter Menschen. Zukünftig soll in der Ulenburg ein Bildungs- und Studienzentrum für Jesiden aus ganz Europa entstehen. Auf dem Dachboden des Wasserschlosses Ulenburg befindet sich eine Wochenstube der Fledermausart Großes Mausohr (Myotis myotis), weshalb der Dachboden als FFH-Gebiet ausgewiesen ist.

Vom Schloss Ulenburg spazieren wir durch die Ulenburger Allee zurück. Die Ulenburger Allee beginnt im südwestlichen Anschluss an den Schlosspark. Stattliche, teils über 200 Jahre alte Eichen, Kastanien, Linden sowie einzelne Eschen und Robinien säumen die Ulenburger Allee auf einer Länge von knapp drei Kilometern. Fledermäuse, Waldohreule, Waldkauz, Trauerschnäpper und Hirschkäfer sind einige Tierarten, die entlang der Ulenburger Allee leben.

Bildnachweis: Von Varus111 [Public domain] via Wikimedia Commons

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