Bramschebach- und Nagelsbachtal-Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑139m  ↓139m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir sind unterwegs im Gebiet zwischen Löhne und Herford und folgen auf dieser Runde dem Bramschebach, einem knapp sechs Kilometer langen Zufluss der Werre. Der Bachlauf ist Teil des 106ha großen Naturschutzgebiet Bramschebach-/Nagelsbachtal.

Die beiden Bachtäler sind typisch für das Ravensberger Land als naturnahes und weitverzweigtes Sieksystem ausgeprägt. Das Siek-Kastental weist bis zu 8 Meter hohe Hangstufen auf. Im Talgrund finden sich Eschen, Weiden und Erlen-Ufergehölz, Kopfbaumreihen und Obstbestände. Die Feuchtbiotope im Gebiet sind besonders schützenswerte Bereiche.

Wir starten an der Viese-Mühle an der Bundesstraße B 61, die Löhne mit Herford verbindet. In der Viese-Mühle wurden von Mitte des 17. Jahrhunderts bis Ende 1969 Ölsaat und Getreide gemahlen, zuerst nur mit Wasserkraft, später mit einem Elektromotor. Das umgebaute Mühlengebäude wird heute zu Wohnzwecken genutzt. Erhalten ist noch der alte Mühlengraben und der alte Mühlenteich. An Bramschebach und Nagelsbach arbeiteten einst fünf Wassermühlen.

Wir folgen von der Viese-Mühle dem Bramschebach, knicken dann nach rechts weg, kreuzen die Straße Am Hillpark und kommen dann zum Weiler Nagel, der aus einem Mühlenbetrieb entstanden ist. Die Teiche, die sich hier befinden, wurden als Fischteiche angelegt. Wir wandern weiter und genießen den weiten Blick über das Ravensberger Hügelland.Der Ausblick auf die Egge zur Linken und den Schweichelner Berg zur Rechten sind charakteristisch für die Gegend.

Jetzt kreuzen wir das Bramschebachtal und wandern in der Gemarkung von Herford. Wir erreichen Falkendiek, den nördlichsten Stadtteil von Herford. Wir wandern weiter und kommen zum Heeper Hof. Der Heeper Hof wurde im 13. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt und war seit jener Zeit ununterbrochen in Familienbesitz. Die jetzige Hofanlage stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und ist einer der am authentischsten erhaltenen in Herford.

Dann kommen wir wieder ins Bramschebachtal und können hier die typisch ostwestfälische Sieklandschaft sehen. Siek wird hier eine feuchte Niederung genannt. Der Blick bachabwärts zeigt das typische kastenförmige Siek mit seinen steilen baumbestandenen Böschungskanten und Grünland am Talboden. Für den Naturschutz stellt das weitverzweigte Sieksystem des Ravensberger Hügellands das Grundgerüst für den Arten- und Biotopschutz dar.

Bildnachweis: Von Gwexter [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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