Schloss Truppach und Streiter Berg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑166m  ↓166m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Etwas über 100m Höhenunterschied sind auf der Runde von Truppach in der Gemeinde Mistelgau zu bewältigen. Das schafft man wohl auch ohne Training problemlos. Wir wandern durch die Landschaft am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Gleich zu Beginn lernen wir die Burg Truppach, das heutige Schloss Truppach kennen, erstmalig 1380 erwähnt und in Privatbesitz.

Wir starten mitten in Truppach, nahe dem Spielplatz und wandern zur einstigen Niederungsburg. Was man heute von der Burg Truppach sieht, ist vornehmlich das Ergebnis von 1750-1760. Das Schloss Truppach wurde mit Ecktürmen und geschweiften Hauben auf den älteren Grundmauern errichtet.

Um die Wasserburg in Truppach rankt sich die Geschichte des Raubrittertums. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte es eine Blüte, die mit Kanonen beendet wurde. Ein Raubritterboss, Thomas von Absberg, machte sein Geld mit Entführungen von Nürnberger Kaufleuten. Dazu suchte er sich andere Spießgesellen, die die Geiseln auf ihren Burgen versteckten, wozu wohl auch die Burg Truppach zählte. Der Schwäbische Bund antwortete mit Soldaten, Waffen und Schwarzpulver: 1523 wurde die Burg Truppach dann gesprengt.

Wir wandern dann nach Mengersdorf mit der katholischen St. Otto Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Dann geht es langsam aber sicher aufwärts, mit dem Uhrzeigersinn, zur bewaldeten Höhe Streiter Berg, dessen Gipfel mit 482m gemessen wurde. Rund 3km haben wir dann zurückgelegt, sind an einem kleinen Teich vorbeigekommen und einem Abzweig zu einem „Kindererlebnisweg im Zauberwald“ nahe Mengersdorf.

Vom Streiter Berg geht es in Tal, wo wir auf den Leimbach stoßen, ihm mehrfach queren, an Teichanlagen vorbeikommen und wo der Leimbach in die Truppach mündet. Wir wandern durch das Pfarrdorf Mengersdorf zurück nach Truppach. In Mengersdorf fällt neben der Kirche das ehemalige Gesindehaus aus dem 17. Jahrhundert auf sowie das Pfarrhaus aus dem Jahr 1741.

Bildnachweis: Von Bayreuth2009 [GFDL] via Wikimedia Commons

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