Scheel (Lindlar)

Am nordöstlichen Rand des Wandergebiets Sülztal liegt der zu Lindlar gehörende Ort Scheel an dem kleinen Scheelbach. In der Gemarkung von Scheel liegen gleich zwei Burgruinen, von denen aus die Lehnsleute der Grafen von Berg über die Grenze zur benachbarten Grafschaft Mark wachten: Burg Eibach und Burg Neuenberg.

Direkt am Scheelbach liegt die Ruine von Burg Eibach. Burg Eibach wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert als Wasserburg errichtet. 1782 brannte Burg Eibach aus. Der mächtige Rundturm im Südosten und teilweise der Südflügel der Vorburg aus dem 17. Jahrhundert sind erhalten geblieben. Burg Eibach kann jederzeit von außen besichtigt werden.

Nur wenige hundert Meter entfernt liegt die Ruine der Burg Neuenberg. Burg Neuenberg stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen geschleift. Heute sind noch Teile der Außenmauern, des Einganges und des Wehrgrabens erhalten.

Von Burg Neuenberg aus ist man in wenigen Schritten am Zwergenloch. In dieser kleinen Kalk- und Tropfsteinhöhle sollten der Sage nach einst Zwerge gewohnt haben. Nachdem diese von einem menschlichen Nachbarn schwer enttäuscht worden waren, verließen sie die Höhle auf Nimmerwiedersehen. Das Zwergenloch hat einen 2m hohen und 5m breiten Höhleineingang und ist ca. 7m lang. Im Inneren der Höhle wohnten aber wohl eher Menschen als Zwerge: Archäologen entdeckten hier Reste prähistorischer Gefäße.

Folgt man dem Scheelbach abwärts, kommt man hinter Scheel ins alte Kirchdorf Frielingsdorf. Die denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Apollinaris entstand 1927-28 nach Plänen des Architekten Dominikus Böhm. Der Altar in der sehenswerten Einraumkirche stammt übrigens von Böhms Sohn Gottfried, der u.a. auch das gewagte Rathaus in Bensberg realisierte.