Schauinslandrunde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑922m  ↓922m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Herrliche Aussichten genießen wir heute auf der Schauinslandrunde zwischen der Talstation der Schauinslandbahn sowie der Bergstation. Der Schauinsland (1.284m) ist der Hausberg von Freiburg im Breisgau, das rund 10km nordwestlich davon liegt und wo man vom Berg aus hinschauen kann.

Der Schauinsland hieß früher aufgrund des Silberabbaus „Erzkasten“. Besonders im Herbst, bei sogenannten Inversionswetterlagen, kann man über den Wolken weit schauen, bis in die Vogesen, zur Hornisgrinde (1.163m) und in die Alpen. Oben erwarten uns der Schauinslandturm, ein Museums-Bergwerk und weitere Besichtigungsmöglichkeiten.

Wir nehmen die Runde als Tagesausflug und starten östlich von Horben an der Talstation der Schauinslandbahn, deren Seilen wir folgen werden. Die Kabinen-Umlauf-Seilbahn spannt sich über eine Länge von 3.600m. 37 Kabinen können 700 Leute pro Stunde über 746m Höhenunterschied schaukeln.

Über Wiesen und Wald gehen wir in Richtung Forsthaus Bohrer und biegen in den Karrweg ein. Wir schlängeln uns die Höhe hinauf, treffen auf die Fahrstraße Schauinsland (L124), über den Bachpeter- und Taubenkopfweg gelangen wir zur Mittelstation. Etwas über 2,8km sind wir nun gegangen und nehmen Abstand von den Seilen.

Es geht in einem kleinen östlichen Bogen weiter auf dem Taubenkopfweg, dann über den Weg Rodelbahn und wieder von da ab. Ein Verbindungsweg bringt uns auf den Weg Roter Punkt und der trifft in Serpentinen auf die Schauinslandstraße, die wir zwei Mal queren. Zielrichtung ist das Berghotel Schauinsland. Jetzt haben wir das Steilstück hinter uns, sind nach rund 6,5km auf etwa 1.230m.

Auf dem Schauinslandgipfel steht der Eugen-Keidel-Turm, benannt nach dem ehemaligen Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel. Der Schauinslandturm ist 31m hoch, aus Douglasien mit dreieckiger Plattform auf 22m, auf die 85 Stufen hinaufführen. Wenn man Glück hat, sieht man oben sogar den Mont Blanc (4.810m), den höchsten Berg in der EU.

Bis zur Bergstation mit Einkehrmöglichkeit sind es noch um die 150m in der Höhenlage, mit absteigender Tendenz. Leider zeigt sich das Wetter etwas verhangen, das hat den Vorteil, dass im Moment nicht so viel Betrieb herrscht. Im Grunde auch ideal, um das Museums-Bergwerk Schauinsland zu besichtigen. Ein Kilometer unterhalb des Bergwerkseingangs findet sich das Bergmannshaus Fallerhäusle. Zum Engländerdenkmal müssten wir einen Abstecher machen. Es gedenkt der tödlich verunglückten englischen Schüler, die bei einer Winterwanderung Opfer eines Schneesturms wurden.

Die Rundwanderung führt uns bergab und unter den Rotlachelift. Nächstes museale Erlebnis ist der Schniederlihof aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert. Hier wohnte einst ein kleiner Schneider, daher „Schniederli“.

Weiter geht es runter zur Talstation des Rotlachelifts mit dem Dobelsee. 9,5km sind wir gegangen und nun geht es nochmal hinauf, durch die Ortschaft Hofsgrund mit dem Steinwasenbach. Wir umkreisen die Ortsverwaltung, kommen auf den Gegendrumweg, zum Friedhof und der Kirche St. Laurentius. Rundweg und Flammweg bringen uns durch Brenden und am Flammhof vorbei. 

Wir treffen auf eine Windbuche, auf ein Landschulheim, gehen nochmals durch Wald und Wiesen zur Gießhübelkapelle. Wir bleiben durch die Kurve auf dem Sträßchen, biegen in den Wald ein mit Zielrichtung Eduardshöhe, bei etwa 14,4km und auf 855m. Dann geht es dem Sträßchen lang zum Wanderheim Berglusthaus. Für weitere Abwechslung sorgt der Eckewitti-Weg, an dem liegt der Punkt Gerstenhalm und Geiersnest. Zum Eckhof geht es via Eckhofweg. Mainackerhof, Salpeterbuck, Christeshof, Altvogtshof sind weitere Punkte auf dem Weg zum Ziel.

Bildnachweis: Von Andreas Schwarzkopf [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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