Sandgruben am Föhrenbuck: Rundtour ab Nürnberg-Reichelsdorf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑98m  ↓98m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am Bahnhof Nürnberg-Reichelsdorf beginnen wir diese kleine Rundwanderung im Stadtgebiet von Nürnberg. Der Bahnhof ist gut erreichbar durch die S-Bahn-Linie S2 von Roth über Schwabach zum Hauptbahnhof, nach Feucht und Altdorf.

Wir gehen vor zur Vorjurastraße, kreuzen diese und folgen dann dem Eichenwaldgraben Richtung Main-Donau-Kanal. Den Main-Donau-Kanal passieren wir auf einem kleinen Fußgängersteg und kommen so nach Pillenreuth. Hier stand einst Kloster Pillenreuth. Von dem ist nicht mehr allzuviel zu sehen, nachdem es 1552 im zweiten Markgrafenkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.

Es geht am Ende der Bebauung von Pillenreuth in ein Waldgebiet und wir folgen dem zum Ottergraben, den wir passieren. Am Ende des Waldgebiets stoßen wir auf die Kleingartenanlage Königshof, durch die wir spazieren und dann auf den Marthweg stoßen.

Hinter dem Marthweg sind wir im Gebiet rund um den Föhrenbuck (368m). 1992 wurden die aufgelassenen Sandabbaustellen auf den Gemarkungen Eibacher Forst und Worzeldorf zum ersten Naturschutzgebiet im Stadtgebiet von Nürnberg erklärt.

Das Biotopmosaik aus offenen Wasserflächen, Verlandungsbereichen, wechselfeuchten Pioniergesellschaften, Magerrasen, Staudenfluren, Heideflächen, offenen Sandflächen und umgebenden Kiefernmischwäldern fördert das Vorkommen von zahlreichen seltenen Pflanzenarten wie Pillenfarn, Berg-Sandglöckchen und Sonnentau sowie Tierarten wie Eisvogel, Heidelerche und Kreuzkröte.

Informative Tafeln wurden am Naturschutzgebiet Sandgruben am Föhrenbuck aufgestellt und weisen nicht nur auf Regeln hin, sondern erklären auch viele Hintergründe zu Flora und Fauna. Z.B. erfahren wir hier, dass die wertvollen Sandlebensräume ohne fachgerechte Pflegemaßnahmen ruckzuck verbuschen würden. Der Landschaftspflegeverband Nürnberg sorgt daher für die Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume. Da manche scheuen Vogelarten leicht beim Brüten gestört werden können, gilt übrigens im gesamten Naturschutzgebiet, dass Hunde an die Leine zu nehmen sind. Grillen ist in diesem sensiblen Bereich natürlich nicht erlaubt!

Wir kommen dann wieder zurück zum Main-Donau-Kanal und spazieren gemütlich durch den Wald zurück zum S-Bahnhof Nürnberg-Reichelsdorf.

Bildnachweis: Von Derzno [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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