Salzalpentour Marquartstein Schnappenkirche


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 6 Min.
Höchster Punkt: 1120 m
Tiefster Punkt: 543 m
Salzalpentour Marquartstein Schnappenkirche

Die Salzalpentour verläuft östlich von Marquartstein im Chiemgau und dem Tal der Tiroler Achen. Der Fluss durch Marquartstein mündet nördlich von hier in den Chiemsee. Gen Norden führt uns auch der Start der Wanderung zum Staudach-Denkmal, einer religiösen Gedenkstätte, wo in Stein gemeißelt ist, was es heißt, Jesus zu lieben.

Ein Highlight der Wanderung ist die barocke Schnappenkirche aus dem 17. Jahrhundert mit erhabenem Blick über den Chiemsee. Auch die Kindlwand mit ihren Findlingen weiß Eindruck zu hinterlassen.

Wir starten östlich der Tiroler Achen auf dem Parkplatz Hochgern am Ende der Burgstraße, südöstlich dem Ortskern von Marquartstein, und gehen auf einem Forstweg gen Norden. Die ersten rund 3km geht es in leichtem Auf und Ab bis zum Staudach-Denkmal, zu dem wir einen kleinen Abstecher machen. Von hier genießt sich schon ein erster Blick auf den Chiemsee.

Dann kommen wir auf einen Waldweg, von Buchen gesäumt und es geht die nächsten rund 2,5km von 600m, auch über Serpentinen und abwechslungsreichem Grund, auf 1.120m hinauf zur Schnappenkirche, die unterhalb des 1.260m hohen Schnappenbergs liegt.

Der Legende nach wurde an der Stelle 1069 Chiemgaugraf Marquart von Hohenstein ermordet. Auch ein Hirsch soll in der Kapelle Zuflucht vor einem Unwetter gesucht haben. Von 1637 bis 1640 wurde die Schnappenkirche mit dem Dachreiter und Zwiebeltürmchen im Stil des Barock gebaut. Bei Renovierungen wurden auch Fresken wieder frei gelegt. Hier ist ein wundervoller Ort für ein Päuschen mit herrlichem Blick auf den Chiemsee.

Der Abstieg bringt uns über einen zunächst fast geradeaus verlaufenden Forstweg hinunter. Auch der Schnappenbach wird überquert. Es folgt eine enge Kurve und wir kommen zur Kindlwand. Findlinge stehen am Weg und der Blick schweift ins Tal und über Marquartstein.

Eine weitere Kurve bringt uns in die Nähe vom Aussichtspunkt Windeck. Wenn wir da hin wollten, müssten wir einen Abstecher machen. Wir halten uns weiter erst in südliche und dann in südwestliche Richtung und kommen zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.

Auf unserer Seite der Tiroler Ache steht übrigens die Burg Marquartstein, die sich nebst Kapelle auf einem Felsen erhebt. Sie entstand 1075 und kann nicht besichtigt werden. In der nach einem Brand wieder aufgebauten Kapelle hat der Komponist Richard Strauss 1894 die Sopranistin Pauline de Ahna geheiratet.

Bildnachweis: Von Cafezinho [Public domain], via Wikimedia Commons

IVW