Rundweg durch die Moritzburger Teichlandschaft


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Länge: 12.83km
Gehzeit: 03:10h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Freunde des sächsischen Barocks und seines prominenten Wegbereiters, August des Starken, können auf dem Teiche-Rundweg im Schatten der Moritzburg den Jagden der Fürsten nachspüren. Die Route verläuft durch die ehemaligen Jagdgründe der Monarchen und nach dem größtenteils entspannten Naturspaziergang von 13 Kilometern bleibt noch Zeit, das Schloss Moritzburg von innen zu besichtigen.

Vom Parkplatz am Schlossteich geht es direkt auf den Schlosspark zu, den wir allerdings, wie auch die Palastanlage, zunächst hinter uns lassen und linksseitig durchqueren. Stattdessen steuern wir nördlich auf das Hellhaus zu. Heute eher zerfallen und von der grünen Vegetation beherrscht, diente es damals der Organisation der Jagdteilnehmer. Somit ist es für unsere kleine Zeitreise ebenfalls ein guter Ausgangspunkt.

Der Pfad führt rechts am Kopf des Mittelteichs vorbei, unweit einer alten Eiche, um ihn dann zu umqueren. Südwestlich beginnt nun ein Marsch inmitten eines wasserreichen Waldabschnitts. Zusätzlich zu den Teichen ziehen sich Bachläufe wie Adern durch das Forstgeflecht und speisen die Landschaft mit Leben. Ursprünglich handelte es sich bei dem Areal um Sumpfland, das bereits im 15. Jahrhundert trockengelegt wurde, damit die Herrscher hier ihre Jagdgelüste befriedigen konnten.

Es geht über Gänsezipfel, Pfaffenberg, Furtteich. Dort lässt sich ein nördlicher Schlenker zum Rasten am Köckritzteich unternehmen, wo zu diesem Zweck ein Picknickplätzchen eingerichtet ist. Die Hälfte des Ausflugs ist indes geschafft. In Richtung Süden weiter weicht der Wald jetzt Wiesen, derweil wir erneut auf Wasser treffen. Der Heidehofteich, zuweilen von Enten und Anglern belebt, mündet in ein Klinikgelände, das eine Abwechslung darstellt, bevor sich die Bäume zurückmelden.

Östlich erstreckt sich Wanderung langsam zurück zum Anfang. Nicht jedoch, ohne vorher ein weiteres Mal den Unteren Altenteich, Sophienteich und Mittelteich zu streifen. Raststellen und eine Holzhütte unterbrechen das anschleichende Stück, mitunter gleiten Schwäne schnatternd über das kühle Nass.

Das opulente Schloss Moritzburg erhebt sich wieder vor uns, die Fassade gelb-weiß mit runden roten Hüten. Spätestens als Drehort des zu Weihnachten unverzichtbaren und nicht zu entkommenden Märchenklassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ erlangte es Kultstatus. Der goldene Schuh zeugt bis heute von der Produktion des Films und lädt zum Probieren ein: Wer kann in die Fußstapfen der Prinzessin treten?

Bildnachweis: Von Bongolino [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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ivw
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