Rundwanderung zum Aussichtsturm Dobel und ins Eyachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑426m  ↓426m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der heilklimatische Kurort Dobel im Schwarzwald lobt sich, „auf dem Dobel“ sei ein Sonnenplateau, wo es kaum Nebel gäbe. Dobel hat bisweilen sogenannte Inversionswetterlage, wobei dann der Nebel unterhalb im Tal zu finden ist und oben die Sonne scheint. Die Sonne über den Wolken ist übrigens auch im Wappen von Dobel verewigt.

Am höchsten Punkt des Ortes auf 720m steht der 1937 als Wasserturm gebaute Aussichtsturm Dobel. Wir gehen heute ins Tal der Lehmänner, südlich von Dobel und genießen gleich zu Beginn die Sicht vom Turm. Die ersten 3,5km bleiben wir überwiegend auf der Hochlage, dann geht es hinab ins Tal. Den tiefsten Punkt haben wir an der Eyachmühle, wo der Mannebach in die Eyach mündet – nach etwa 9,5km.

Doch der Reihe nach und entgegen dem Uhrzeiger. Wir beginnen im Ortszentrum von Dobel an der Neue Herrenalber Straße/Hauptstraße und wenden uns in Richtung Kurhaus mit Teich und Tennis.

Es geht entlang dem Sonnenwegle. Wir sehen einen Skilift und wenden uns zum 28m hohen einstigen Wasserturm. Vom Aussichtsturm Dobel hat man einen erhabenen Blick auf die Rheinebene, den Pfälzerwald und den Odenwald.

Wir gehen durch den Wald und das Gebiet Kreuzwasen und Kreuzrain auf den Hahnenfalzweg. Ziel ist die Hofstelle Lehmannshof am südlichen Zipfel unserer Runde und wir gehen eben jenen Weg, den die Lehmänner vor Jahrhunderten auch schon gegangen sind. Vom Hahnenfalzweg biegen wir dazu nach links in den Gerstelweg ein, um dann nach aufgerundet 5km in den Lehmannsweg einzubiegen.

Der Wald lichtet sich und wir kommen ins Tal der Eyach zum Lehmannshof, wo sich eine Spielwiese, ein Teich und eine Rastmöglichkeit auftun. Einst lebten hier die stolzen Riesen des Hofgeschlechts der Lehmänner. Wir wechseln die Bachseite und die Himmelsrichtung. Es geht wieder gen Norden.

Durch das Eyachtal verläuft der Weg auf schmalen Pfaden, dem abenteuerlich anmutenden Wasserweg, wobei Abwechslung durch die Natur garantiert ist, insbesondere wenn sich die Eyach ungestüm ihren Weg durch das Granitgebirge erzwingt.

Die Eyach fließt übrigens bei Neuenbürg-Eyachbrücke in die Enz. Sie entsteht südlich vom Lehmannshof durch den Zusammenfluss von Dürreychsbach und Brotenaubach. Hin und wieder ist ihr Lauf munter bis wild. Wir sind von Wald umgeben und auch Wiesen begleiten uns nach Eyachmühle, einem Ortsteil mit Gasthof und einem Gebäude der Mannenbach-Wasserversorgung. Die eigentliche Eyachmühle gab ihren Mahlbetrieb 1894 auf und wurde zur Wirtschaft, heute mit regionalem „slow food“.

Die nächsten rund 3,5km geht es durch das Mannenbachtal hinauf nach Dobel. Dort, wo der Oberer Mannenbachweg auf den Postweilerweg stößt, biegen wir den Mannenbach querend, nach rechts ab und sind in Dobel.

Bildnachweis: Dg-505 [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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