Rundwanderung um die Königshütter Talsperre bei Oberharz am Brocken (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑229m  ↓229m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Königshütte ist ein Stadtteil von Oberharz am Brocken und südöstlich von Königshütte liegt die 32ha große Talsperre Königshütte. Hier vereinigen sich die Kalte Bode, vom Fuße des Brockens (1.141m) kommend, und die Warme Bode, die östlich der Achtermannshöhe (924m) startet, zur Bode und zusammen geht’s zur Talsperre. 

Die Bode ist mit einer Länge von 169km einer der wichtigsten Zuflüsse der Saale, in die sie bei Nienburg mündet. Die Bode bildet das größte Talsystem innerhalb des Harzes und verläuft in windungsreichem Tal ostwärts durch die welligen Hochflächen des Unterharzes.

Die Talsperre Königshütte ist eine sogenannte Überleitungssperre, die zum Rappbode-Talsperrensystem zählt. Die 1939-56 erbaute Staumauer ist rund 108m lang und etwa 18m hoch. Die Königshütter Talsperre dient dem Hochwasserschutz, wird zur Stromerzeugung genutzt und bietet Fischerei. 

Rund um die Talsperre stößt man auch auf den Harzer Hexenstieg. Die Wanderung führt zur Trogfurther Brücke, wo man sich einen Stempel für die Harzer Wandernadel holen kann. An dieser Stelle war mal eine Brücke, die die älteste deutsche Heer- und Handelsstraße zwischen Italien und Skandinavien verknüpfte.

Wir starten unsere Wanderung an der Warmen Bode in Königshof auf dem Parkplatz an der Tanner Straße, wenden uns in östliche Richtung und überqueren die Warme Bode. Wir gehen die Runde gegen den Uhrzeigersinn. 

Ausgeruht geht es zur Ruine Königsburg hinauf (Stempelstelle der Harzer Wandernadel). Der Blick schweift von der Ruine Königsburg zum Nationalpark Harz mit Brocken, zum Hohnekopf, Erdbeerkopf, dem Großen und Kleinen Winterberg und Wurmberg. Man sieht von dem Bauwerk, erstmalig 1321 genannt, nur noch Reste des Bergfrieds, Gräben und Wälle. Nachdem wir im Bodetal zurück sind, stoßen wir auf eine Teilstrecke des Harzer Hexenstieges. 

Einen hübschen Blick hat man auch an der Stelle, wo früher die Trogfurther Brücke die Bode überspannte. Heute steht hier die Staumauer, die wir überqueren und uns dann wieder dicht entlang des Wassers halten. Über die Betonstraße kommen wir in den Ort und durch die Bodestraße. Wir überqueren die Kalte Bode und kommen entlang der Tanner Straße zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Kassandro [GFDL], via Wikimedia Commons

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