Rundwanderung Drachenschlucht-Hohe Sonne-Wehrkirche Förtha


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑543m  ↓543m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Drachenschlucht ist eine märchenhafte Klamm im Naturschutzgebiet „Wartburg-Hohe Sonne“ (788ha) und einfach zauberhaft. Die Felsenwände rücken einem auf die Pelle, unter den Füßen plätschert das Wasser. Im Winter bilden Eisformationen bizarre Gestalten, sofern die Drachenschlucht dann noch zu begehen ist. Die 3km lange Drachenschlucht ist südlich von Eisenach, östlich der Schlucht verläuft die B19 (Mariental) zwischen Eisennach und Bad Salzungen.

Wir starten westlich der Drachenschlucht an der B84, wo die Straße Am Rennsteig (K15) einmündet, man parken kann und die Schutzhütte Vachaer Stein steht. Aussichtsreich wird’s werden, mit Waldbegleitung, im Uhrzeigersinn. Wir kommen zu zwei Wartburgblicken und schauen auf fast 1.000 Jahre Geschichte, repräsentiert durch das UNESCO-Weltkulturerbe Wartburg.

Gen Osten geht’s mit Wanderrastmöglichkeiten los zur Schutzhütte Hofmannlinde und wir gelangen ins Naturschutzgebiet „Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne“ mit unter Schutz stehenden Mischwaldgesellschaften auf dem Oberrotliegenden, nebst Geotopen wie der Drachenschlucht oder Landgrafenschlucht, deren Moose und Flechten, Waldschnecken … Was man alles sehen könnte, wenn man alles sähe.

Nach rund 5km sind wir an der Sängerwiese mit der Sängerwiesenhütte, Biergarten, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit. Kurz drauf sind wir am Nordeingang der Drachenschlucht im Mariental. Die nächsten fast 3km mit bergauf zur Hohen Sonne stehen ganz im Zeichen der spannenden Schlucht, mit ihren Engstellen, Stegen und Treppchen und dem besonderen Schluchtenklima.

Die Hohe Sonne mit Grillimbiss am Rennsteig, man wundere sich also nicht über Andrang, ist ein Hotspot für Wanderer. Das herrschaftliche Schloss hat sicher viel bessere Zeiten gesehen. Wenn nichts geschieht, passt es in einigen Jahren auf eine Kehrschaufel. Es ist der zweite Bau an der Stelle. Das erste Jagdschloss wurde im 18. Jahrhundert errichtet, dieser Nachfolger als Hotel 1899. 1985 war die letzte Schicht.

Mit Wald wandern wir an der Grenze des Naturschutzgebiets in westliche Richtung, vornehmlich talwärts. Nach rund weiteren 5km und mindestens 5 Plänen, was man aus der Hohen Sonne alles machen kann, wenn man Geld hätte, stehen wir nach Querung der Elte in Wolfsburg-Unkeroda.

Durch offene Landschaft und über die Gleise der Süd-Thüringen-Bahn gelangen wir nach Förtha, durch das auch die Elte fließt. Sehenswürdigkeit ist die Wehrkirche Förtha, gebaut um 1413. Wir bemerken erneut, dass die Türme der Kirchen in den kleinen Örtchen uns mehr an Feuerwehr oder Mühlen denken lassen, als an Kirchen, denn es fehlen die gewohnten Kirchturmspitzen, stattdessen haben sie ein Krüppelwalmdach. Alsdann wandern wir ein Stück Frankfurter Straße, durch Epichnellen und mit der Hauptstraße, biegen in den Wald und wandern aufwärts bis zum Ausgangsort.

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