Wälder und Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne (Eisenach)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑376m  ↓376m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Eisenach und Marksuhl liegt die Wanderung mit Wartburgblick und im Naturschutzgebiet Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne. Das rund 586ha große Areal wurde bereits 1961 als Naturschutzgebiet Wartburg-Hohe Sonne in der DDR ausgewiesen. 2015 wurde es auf 788ha vergrößert und erhielt den neuen Namen. Auf unserer waldreichen Runde liegt auch die sehenswerte Drachenschlucht.

Die Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne sind von Laubmischwäldern geprägt, darunter Hainsimsen-Buchenwald, Hainsimsen-Traubeneichen-Mischwald und Waldmeister-Buchenwald. Nennenswert sind auch die Geotope, wie beispielsweise die überregional bekannte Drachenschlucht oder die Landgrafenschlucht, durch die auch etliche interessante Wanderungen führen. Neben den Wäldern bereichern Felsen mit Flechten und Moosen den Lebensraum und decken den Tisch für etliche geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Wir starten beim Wanderparkplatz an der B84, die Eisenach mit Marksuhl verbindet und wo die K15 (Am Rennsteig) nach Clausberg führt. Zunächst machen wir uns zu den Aussichten mit Wartburgblick auf. Dann wandern wir an Rastmöglichkeiten mit Aussichtspunkten und der Schutzhütte Hofmannlinde vorbei. Kurz drauf öffnet sich die Runde an der Grenze zum Naturschutzgebiet.

Wenn sich kurz drauf die Runde geöffnet hat, wandern wir an dieser entlang, mit etlichen Rastplätzen nebst Infos in südöstliche Richtung. Es gibt einen Blick Unkeroda oder den Kisselblick auf dem Weg zum Jagdschloss Hohe Sonne an der B19.

Die Hohe Sonne mit Grillimbiss am Rennsteig und mit Andrang ist ein Hotspot für Wanderer. Das herrschaftliche Schloss wird augenscheinlich den Naturgesetzen überlassen. Es ist der zweite Bau an der Stelle. Das erste Jagdschloss wurde im 18. Jahrhundert errichtet, dieser Nachfolger als Hotel 1899. 1985 machte der Letzte das Licht aus.

Jetzt nehmen wir uns die Drachenschlucht vor und wandern absteigend in nördliche Richtung. Die nächsten Kilometer bis zum Nordzugang Drachenschlucht verbringen wir mit der besonderen Schluchtenstimmung, passieren teils im Gänsemarsch Engstellen, wandern Stege und Treppchen, atmen die Luft der schattigen Klamm. Mit Entgegenkommenden ist zu rechnen.

Nach rund 9,1km tippen wir in Tallage die B19 an, sind vom Drachen ausgespuckt und wandern zur Sängerwiese hinauf. Dort ist eine Wald- und Wanderherberge im Waldhaus (1927). Nun wandern wir einmal quer mitten durch das Naturschutzgebiet Wälder mit Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne, erst in Westrichtung, dann gen Südwesten. Wenn sich die Runde schließt, sind es noch ca. 2,3km bis zum Ausgangsort. „Wer will nochmal, wer hat noch nicht“, geht erneut zum Wartburgblick oder nimmt den vom GPS vorgeschlagenen Weg mit Rastbank auf 420m Höhe.

Bildnachweis: Von J.-H. Janßen [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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