Rundtour zum Aussichtsturm Wanne und ins Schwenninger Moos


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑194m  ↓194m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schwenningen kennen wir als Duettpartner von Villingen. Im Süden von Schwenningen ist das Moorgebiet Schwenninger Moos, wo der Neckar entspringt und auch der Ostweg auf seiner 8. Etappe vorbeikommt. Ein Highlight der Wanderung ist „Auf der Wanne“ mit seinem Aussichtsturm, am östlichen Stadtrand von Villingen.

Start ist der Bahnhof Schwenningen, der am Neckar liegt und 1869 eröffnet wurde, wobei das Empfangsgebäude erst 1872 fertig wurde. Das Stellwerk von 1869 auf der anderen Seite steht unter Denkmalschutz. Wir lenken unsere Schritte an der Städtischen Galerie vorbei. In dem einstigen Wohnhaus aus dem Jahr 1876 sind zeitgenössische Kunst und Werke der Klassischen Moderne ausgestellt.

Benachbart sind Gebäude der Hochschule Furtwangen des Campus Schwenningen sowie auf der anderen Seite das Gemeindehaus St. Franziskus und die Kirche St. Franziskus (1893) Nun wandern wir zum Muslenplatz. Er war der historische Stadtkern von Schwenningen. Das namensgebende Flüsschen Muslen wurde kanalisiert.

In der Kronenstraße ist das Heimat- und Uhrenmuseum in einem der ältesten Gebäude Schwenningens. Der Fachwerkbau stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und war damals Lehrerhaus. Seit 1931 dient es als Museum mit einem Schwerpunkt auf der Geschichte der Alamannen an der Neckarquelle. Man sieht eine Bauernstube und kann sich der Geschichte der europäischen Uhrenherstellung widmen. Rund zwei Jahrhunderte lang war sie wesentlicher Wirtschaftszweig von Schwenningen. Dafür steht auch die „Helmut-Kienzle-Uhrensammlung“. Prunkstücke sind beispielsweise die Horizontaltischuhren.

Benachbart ist die evangelische Stadtkirche von Schwenningen mit Wurzeln im 15. Jahrhundert. Nach Stadtbränden wurde sie 1700 einschiffig wiederaufgebaut und erhielt 1837 als Erweiterung ein Querschiff. 

Wir durchqueren als nächstes den Mauthepark mit Wasserfontäne und Bauerngarten, es gibt einen Kinderspielplatz und Gastronomie. Wir biegen nach links in die Bürkstraße ein und kommen am Uhrenindustriemuseum vorbei, einem schmucken Ziegelbau mit Segmentbogenfenstern, Produktionsstätte der Württembergischen Uhrenfabrik. Es zeigt die industrielle Uhrenherstellung – mit Maschinenvorführungen.

Bürkstraße, Arminstraße, Wasenstraße, Hölzleweg führen uns gen Westen aus der Stadt hinaus in Richtung Wildpark. Unser Wanderziel ist der Aussichtsturm auf der Wanne (778m) in Villingen. Der Aussichtsturm ist eine achteckige Stahlfachwerkkonstruktion von 1888, misst 30m und man hat einen herrlichen Blick über Schwarzwald und Baar.

Vom höchsten Punkt der Runde wandern wir abwärts, kommen durch die Bertholdstraße an den Wildgehegen Natzental vorbei, mit Rotwild und Wildschweinen. 

Durch abwechslungsreiche Landschaft wandern wir zum Schwenninger Moos, das umgeben ist von Fichten- und Birkenwald. Das als Naturschutzgebiet ausgewiesene Moorgebiet umfasst insgesamt 3km². Im Moor ist die Quelle des 362km langen Neckars. Von 1748 bis 1950 wurde im Schwenninger Moos Torf abgebaut. Seit Jahrzehnten kümmert man sich um die Renaturierung des Moors, in dem sich rund 400 verschiedene Pflanzenarten tummeln.

Am Moosweiher vorbei folgen wir dem Moosbach, gelangen zum Bauchenbergweiher und im weiteren Verlauf in das Areal der Landesgartenschau 2010 Villingen-Schwenningen auf der Möglingshöhe, wo das Umweltzentrum Schwarzwald-Baar-Neckar angesiedelt ist. Am Möglingsee ist die Hauptquelle des Neckars gefasst. Ab hier folgen wir dem Neckar via Margarethe-Hoffer-Weg und kommen zum Bahnhof Schwenningen zurück.

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