Rundtour von Klösterle zum Spullersee (Vorarlberg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑883m  ↓883m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir lernen heute den östlichen Teil des Europaschutzgebiets Bergwälder Klostertal kennen, sowie den nördlich befindlichen Spullersee, auf rund 1.830m im Lechquellengebirge, am Fuße des Spuller Schafbergs (2.697m). Der ursprünglich natürliche Hochgebirgssee wurde für die Energiegewinnung anlässlich der Elektrifizierung der Arlbergbahn aufgestaut.

Start ist in Klösterle, dem Hauptort im Klostertal. Das alpine Tal in Vorarlberg erstreckt sich von Bludenz rund 30km gen Osten bis zum Arlberg und die Grenze zu Tirol. Der Hauptfluss ist die 26km lange Alfenz, die bei Bludenz in die Ill mündet. Das Europaschutzgebiet Bergwälder Klostertal kommt auf 2.143ha, beinhaltet Magerweisen und Steilhangwälder.

Wir sind an der Alfenz auf rund 1.070m, gegenüber ist der Almwasserpark. Wir werden die nächsten 2,7km bis auf 1.720m aufsteigen. Der Bach links von uns heißt Wäldletobelbach. Es geht, auch in Serpentinen, hinauf über die Wäldletobelbrücke ins Schutzgebiet. Wir machen einen Abstecher zum Aussichtsplateau Wasserfall, mit Blick auf ebendiesen, seinem Namensteil Tobel Ehre machend.

Durch Wald stemmen wir uns weiter bergan und wo uns eine Lichtung wieder mehr Sonne tanken lässt, verlassen wir das Schutzgebiet. Es wird noch abwechslungsreicher durch alpine Landschaft aus Weiden und Bergvegetation. Da die hohen Bäume gewichen sind, haben wir Aussichten ins Klostertal und ins Gipfelpanorama.

Wir überqueren die Batziggalpe, es wird felsiger und wir kommen zur Klostner Alpe. Jetzt folgen wir dem Spreubach zum Spullersee. Wir sind im Beritt von Dalaas. Der See liegt auf der Rhein-Donau-Wasserscheide und ist im Süden und Norden durch Mauern aufgestaut. Gern wird hier geangelt, denn die Forellen sind bergfrisch. Auf der Wasseroberfläche spiegelt sich imposant beispielsweise der Spuller Schafberg. Welch idyllisches Plätzchen!

Talwärts folgen wir erneut dem Spreubach. Ein Wegabschnitt heißt Böser Tritt, dem Namen mit schmalem Pfad am steilen Felsen kann man beipflichten. Die Vegetation wird wieder üppiger und wir gelangen an die Alte Bahn, deren Strecke mit der Grenze des Europaschutzgebiets verläuft und wir mit ihr. Wenn uns wieder Wiesen und Weiden umgeben, wandern wir durch Obersand nach Klösterle mit der Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer aus den 1970ern mit dem barocken Turm von 1609.

Bildnachweis: Von böhringer friedrich - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5, Link

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