Rundtour vom Keltendorf Gabreta zum Geistlichen Stein (Bayerischer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑320m  ↓320m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Runde birgt eine kleine Zeitreise in sich, wenn man den archäologischen Erlebnispark Keltendorf Gabreta zu Beginn oder am Schluss der Wanderung besucht und in die Keltenwelt eintaucht.

Das Keltendorf Gabreta befindet sich in der Gemeinde Ringelai im Bayerischen Wald. Die Kelten waren etwa ab dem 8. Jahrhundert vor Christus in Mittel- und Westeuropa ansässig, lebten von Ackerbau, Viehzucht, bauten Salz ab oder prägten schon Münzen. Das Keltendorf Gabreta hat seinen Namen von der antiken Bezeichnung des bayerisch-böhmischen Waldgebirges.

Neben dem Eintauchen in die Vergangenheit, steht das Auftauchen und über die Höhen schauen auf dem Plan unserer Wandertour, die uns nach Norden zum Geistlichen Stein (731m) bringt. Start ist am Keltendorf Gabreta, wir überqueren die Spitalstraße, gehen durch Lichtenau durch die von Menschenhand gestaltete Landschaft hinaus in den Wald.

Es geht hinauf zum Geistlichen Stein, von dem es auch noch einen Kleinen Geistlichen Stein gibt. In der Region verlief früher die Grenze zwischen Passau und Bayern. Es nennt sich auch gerne „wildes Waldgebirge“. Am Geistlichen Stein erlauben mehrere imposante Felsklippen, die bis zu 40m aus dem Hang herausragen einen schönen Ausblick nach Südwesten in den Talkessel auf Ringelai.

Es wird erzählt, dass zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Schweden ein furchtbares Regiment führten und insbesondere die Geistlichkeit darunter zu leiden hatte. Die Frommen verdrückten sich in die Wälder und suchten dort Unterschlupf, überlebten dank der Gaben von Bauern und verliehen dem geschützten Flecken Natur den Namen Geistlicher Stein. Wir haben herrliche Aussichten über die Wälder, Hügel, Wiesen und verstreuten Orte rund um die Felsengruppe und Zeit für eine kleine Brotzeit.

Über den Geistlichen Stein-Steig wandern wir talwärts und kommen beispielsweise an einem ehemaligen Viehstall vorbei. Wenn der Wald lichter wird kommen wir ins Örtchen Neidberg, wo wir zur Grafenauer Straße wandern und ihr folgen. Kurze Wegstrecke später, zwischen Wald und Feld, sind wir am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Konrad Lackerbeck [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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