Rundtour durch Rastatter Rheinaue und Rastatter Ried


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑157m  ↓157m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Rastatt und dem Rhein ist ein Altrheinarm mit einigen Naturschutzgebieten in der alten und neuen Flussauenlandschaft. Den „Altrhein“ als einen Navigationspunkt auf der Landkarte gibt es ja nicht. Es gibt viele alte Arme. Teils sind diese gar nicht mehr mit dem Neurhein verbunden, oft unterliegen sie dem Naturschutz, bieten Brutplätze und dienen als Retensionsflächen.

Unser Start ist in Plittersdorf, dem ältesten und größte Stadtteil von Rastatt im mittelbadischen Teil der Oberrheinebene. Nicht nur Wasser der Murg, Altrhein, Rheinniederungskanal mit Bannwasser sowie dem großen Vater Rhein fließen hier, auch A-, B-, SUV-Fahrzeugtypen von Mercedes Benz fließen vom Band im Werk Rastatt, durch rund 6.500 Menschen auf die Reise geschickt.

Die Wanderung folgt dem Uhrzeigersinn, geht leicht munter auf und ab, durch Wiesen, Naturschutzgebiete mit viel und wenig Wasser, mal stehend mal fließend, an Wintersdorf und Ottersdorf vorbei sowie dem Werk mit dem Stern. Vor der Altrheinhalle im Süden von Plittersdorf ist ein Parkplatz.

Von ihm aus wandern wir entlang des Altrheins, durch den Füllergrund und das Hüttenköpfel. Das alles zählt zum Naturschutzgebiet Rastatter Rheinaue (fast 850ha) und bezeichnet eine relativ intakte Überflutungsaue des Rheins, in dem sich zahlreiche seltene Pflanzen- und Tiere vergesellschaften. Wer es erkennt sieht Eichen und Ulmen oder Silberweiden. Durch die Wasserarme ziehen Entchen ihre Bahn, allerlei Kleingetier wimmelt auf und an den Wassern, facettenreiches Grün flirrt, wirft Schatten, von der Sonne angestrahlt, Magie.

Es geht am nördlichen Rand von Wintersdorf vorbei, durch offene Landschaft, dann wieder mit Wald und wir gelangen ins Rastatter Ried, das am Ende der letzten Eiszeit entstand. Das Rastatter Ried ist ebenso zauberhaft und wird als kleinräumig gegliederte Auenlandschaft beschrieben. Wir treffen auf einen Eichen-Hainbuchenwald mit allerlei niedrigerem, krautigerem Gewächs, Glatthaferwiesen, Gebüschen, Erlen und Eschen. Wir kommen auch an einem Weiher vorbei, an den ein Kieswerk angeschlossen ist.

Unsere Wanderung bringt uns zwischen Ottersdorf linkerhand und Mercedes Benz rechterhand wieder in die Felder, wo wir einen Abstecher zum Lindenalleesee machen könnten, mit Streuobstwiesen am Rand von Ottersdorf. Durch das Wäldchen Unterbusch und dann wieder offener Landschaft geht es nach Plittersdorf zurück. Vielleicht schließen wir einen Abstecher zum Freizeitparadies Rastatt mit Deglersee und Golf an, das wir am Beginn haben links liegen lassen.

Bildnachweis: Von Waldschrat1960 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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