Runde zur Wild Line Hängeseilbrücke und zum Baumpwipfelpfad Schwarzwald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑372m  ↓372m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dem Sommerberg bei Bad Wildbad jagen sich die Attraktionen: Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm und barrierefreier Tunnel-Erlebnis-Rutsche, Downhill, Skilifte, Loipen, Sommerbergbahn, zig Wanderwege, darunter ein neuer Märchenweg, und das wird jetzt alles nochmal getoppt durch den Bau einer Hängeseilbrücke namens Wild Line.

Wen es nicht in die Höhen treibt, der mag vielleicht lieber in der Kurstadt Bad Wildbad in dem über 600 Jahre alten Palais Thermal im maurischen Stil mit Jugendstilelementen abtauchen oder ganz unaufgeregt durch den langgestreckten Kurpark an der Großen Enz schlendern.

Bei diesem Aufenthalt mit Rundwanderung um Bad Wildbad ist für die ganze Familie was dabei. Begonnen beim Bahnhof in der Kurstadt zieht es uns sogleich an die Große Enz. Einschließlich des Quellbachs Poppelbach misst die Enz 105km und fließt dem Neckar zu. Wenn die Kleine Enz nördlich von Bad Wildbad in Calmbach in die Große Enz mündet, heißt der Fluss Enz. Wir überqueren die Große Enz an der Brücke Charlottenstraße und gehen durch die Wilhelmstraße. Es dauert keine drei Minuten und das Kurstadtfeeling hat uns.

Die evangelische Stadtkirche am Kurplatz stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und zeigt sich im spätbarocken Stil. Dahinter ist das bekannte Palais Thermal, das zu den ältesten Badehäusern in Europa zählt. Das Schmuckstück, begonnen Mitte des 19. Jahrhunderts und maurisch geziert um 1900, werden wir später genießen.

Jetzt wandern wir erneut über die Große Enz. Weitere Wege sind: Panoramastaffel, Panoramastraße und in die Höhen über den Zick-Zack-Weg, der hält, was er verspricht. Wir hätten es auch per Sommerbergbahn gemütlicher haben können. Die Bahn überwindet die 300 Höhenmeter in 2 Minuten. Doch auf unserer Wandertour haben wir mehr Zeit für Talblicke.

Auf dem Sommerberg starten zahlreiche Wandertouren, halsbrecherische Downhill-Erlebnisse und der (kostenpflichtige) Baumwipfelpfad Schwarzwald laden ein. Der barrierefreie 1.250m lange Wanderweg durch die Baumkronen wurde 2014 eröffnet. Ein Highlight ist auch der rund 40m hohe Aussichtsturm mit weiten Blicken über den Nordschwarzwald bis hin zu den Schweizer Alpen. Schnell wieder unten ist, wer die 55m lange Tunnelrutsche benutzt, die sich wie ein Korkenzieher durch den Turm zu Boden schraubt. 

Das neue Highlight auf dem Bald Wildbader Sommerberg nennt sich Wild Line und ist eine Hängeseilbrücke, die sich 60m über dem Talgrund spannt. Die Wild Line Hängeseilbrücke (Eröffnung: Juli 2018) ist 380m lang, beginnt am Heermannsweg beginnen und führt zum Gleitschirmplatz am Auchhalder Kopf. Das Ganze hängt an nur zwei Stahlseilen und beim Start der Begehung ist das Ende des Wegs nicht zu erkennen.

Unsere Route auf dem Sommerberg nimmt den Emmaweg, sozusagen am Rummel vorbei. Wir treffen an diesem die Hans-Fuld-Hütte, kommen an den Blöcherweg und dann zur Liegewiese Fünf Bäume. Dort kreuzen sich einige Wanderstrecken. Wir nehmen den Walter-Speer-Weg. Der Namensgeber war Forstdirektor und der bringt uns abwärts. Dann biegen wir auf einen parallel verlaufenden Weg ab und kommen zum psychiatrischen Pflegezentrum in der Straße Hochwiesenhof. Im Zickzack-Kurs geht es an die Große Enz zurück.

Über 1,5km schlendern wir jetzt durch den ausgedehnten Kurpark mit Schwanensee, dem asiatisch anmutenden Vogelhaus mit der Möglichkeit zu Töpfern, vorbei am Kurhaus und den Vital Thermen, über die Große Enz zum Katharinenbrunnen und dem wahrlich beeindruckenden Palais Thermal, das Bad Wildbad prägt. Uhland-, Bismarck, Koch- und Wilhelmstraße, bringen uns (später) zur Großen Enz zurück, darüber und zum Bahnhof. Aber wir wollen erst noch das Thermalwasser genießen, das im Kurzentrum aus mehr als 1.000m Tiefe mit 36-41°C austritt, heute durch Tiefbrunnen gefördert.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [GFDL] via Wikimedia Commons

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