Runde über die Stralsunder Altstadtinsel und durch den Stadtwald


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑60m  ↓60m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Hansestadt Stralsund ist Kreisstadt im Landkreis Vorpommern-Rügen und liegt gegenüber der Insel Rügen. 1234 wurde Stralsund an der Meerenge Strelasund zur Stadt ernannt und die Stadt am Meer ist Mitbegründerin der Hanse. Im Hafen liegt die Gorch Fock (I). In der Altstadt versammelt sich eine beeindruckende Anzahl Gebäude der Backsteingotik. Seit 2002 gehört Stralsund zum UNESCO Weltkulturerbe der „Historischen Altstädte Stralsund und Wismar“.

Wir erkunden Stralsund am Strelasund nebst dem Stadtwald auf dem Festland, treffen auf Backsteingotik, Meeresflair, Wald mit Moorteich und dem Knieperteich. Südlich sind der Große Frankenteich und der Frankenteich. Start ist die St. Marien Kirche in Stralsund. Sie ist eine von über 20 bedeutenden Backsteinbauten als Teil der Europäischen Route der Backsteingotik.

Die St. Marienkirche wurde 1298 gebaut und 1382 fast vollständig neu errichtet. Sie hat einen mächtigen 104m hohen Turm, der aus als Aussichtsturm dient, mit einem herrlichen Blick über den Neuen Markt, der zumeist als Parkfläche dient, über die Stadt und die Insel Rügen. Im Inneren fasziniert der spätgotische Marienkrönungsaltar, um 1440 von einem unbekannten Meister geschnitzt, auch gotische Malereien aus der Zeit haben sich erhalten. Ein weiteres Augenmerk fällt auf die Stellwagen-Orgel aus dem 17. Jahrhundert.

Wir schlendern durch die Mönchgasse und kommen am kleinen, feinen Museumshaus vorbei, das Einblicke in die frühere Bau- und Wohnkultur bietet. Dann kommen wir zum großen Deutschen Meeresmuseum mit maritimer und meereskundlicher Ausstellung. Ein weiteres Museum, das dazugehört ist das Ozeaneum auf der Hafeninsel vor Stralsund sowie das Nautileum auf der Insel Dänholm und das Natureum Darßer Ort. Wir sind hier beim Haupthaus der Museumsstiftung, das sich in der Halle der einstigen frühgotischen Katharinenkirche aus Backstein befindet. 

Wir biegen in die Böttcherstraße, nach links in die Ossenreyerstraße zum Alten Markt – mittenrein in die gotische Baugeschichte. Die St. Nikolai Kirche ist die älteste der drei großen Kirchen von Stralsund und wurde 1276 erstmals genannt. Ihre Doppelturmfassade fällt dadurch auf, dass ein Turm statt einer Spitze ein Pyramidendach trägt und auch durch die Art des Mauerwerks mit den abgesetzten Fenstern. Man könnte mindestens ein Buch über das Interieur schreiben, oder einfach nur reingehen und staunen, beispielsweise über die Altäre, von der die Kirche einst 56 hatte, Familien und Zünfte hatten nämlich eigene. Auch das erhaltene Gestühl ist fantastisch gearbeitet.

Das benachbarte Alte Rathaus mit Wurzeln im 13. Jahrhundert ist ebenso ein sehenswertes Backsteingotik-Meisterwerk. Das gesamte Ensemble ist das Wahrzeichen von Stralsund. Die sechsschiffige gewölbte Kellerhalle diente vermutlich einst den Tuchmachern als Handelsort. Verkaufsstände waren im Erdgeschoss, im Löwenschen Saal hockte die städtische Oberschicht und fällte Beschlüsse. Nahebei sind die Touristik-Info und eine Welterbe-Ausstellung.

Die Knieperstraße führt zum Olof-Palme-Platz mit dem Stralsunder Theater. Fährwall und Seestraße bringen uns am Hansa-Gymnasium vorbei und wir schlendern ein Stückchen Sundpromenade, biegen durch einen kleinen Park wieder ins Innere ab und sind am Knieperdamm beim Knieperteich.

Nach einigen winkeligen Abzweigungen drehen wir um den Moorteich herum eine Stadtwaldrunde. Mit dem Birkenweg gelangen wir zum Mühlengraben und einem kleinen Weiher nebst dem Fliegergedenkstein Hans-Ernst Meyer, kommen an einer Schutzhütte vorbei zum südlichen Ufer des Moorteichs, der mit dem Knieperteich in Verbindung steht.

Der Küterdamm führt über die Weißen Brücken über den Knieperteich. An dessen Ende sind wir wieder auf der Altstadtinsel. Vor uns ist das Kütertor. Wir halten uns allerdings rechts und wählen den Weg entlang dem Knieperwall und wandern zum Neuen Markt.

Bildnachweis: Von Jens Strauß [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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