Runde über die Berggießhübler Türme (Bad Gottleuba-Berggießhübel)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑151m  ↓151m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Berggießhübel und Bad Gottleuba wurden zu einer Stadt zusammengefasst. Berggießhübel ist ein Kneippkurort und Bad Gottleuba ein Moorheilbad. Berggießhübel ist die nördliche. Historisch ist sie eng mit dem Bergbau verbunden und hat sich ein wenig Bergsiedlungscharme erhalten. In Berggießhübel findet sich das Besucherbergwerk Marie-Luise-Stolln. Das merken wir uns für später, denn die Runde führt uns durch die wald- und felsreiche Natur nördlich von Berggießhübel und am Rande der Sächsischen Schweiz.

Start ist am Oberer Ladenberg (S173), bei der Schmerzensmutter Maria, nördlich von Berggießhübel. Wir starten gen Westen zum Östlichen- und Westlichen Berggießhübler Turm, die beklettert werden.

Das nächste felsige Naturwunder im Elbsandstein ist der Große Felsenbrückenturm in den Gefilden Felsbrücken und Steinerner Pilz. Wald und Stein vermitteln den Eindruck, als könne sie nichts beeindrucken, schon gar nicht der Mensch, der um und an ihnen herumkraxelt. 

Wir atmen die Urwüchsigkeit, gelangen durch den Wald abwärts, über den Reichelsweg zum Denkstein und zu einer in Sandstein gefassten Quelle am Kühnelsweg. Fast 4km sind wir an der Stelle gewandert. Wenn wir die S173 passiert haben, geht’s mit Feldfluren und Wiesen, von Wäldchen unterbrochen, zum Ausgangsort zurück.

Nun lassen wir es und nicht nehmen, die Gottleuba zu queren und einen unterhaltsamen Bummel durch Berggießhübel zu unternehmen, mit dessen Denkmalzonen, den Kuranlagen, Sebastian Kneipp, Schloss Friedrichsthal, Postmeilensäule, Prinzessinsäule, neugotische Kirche beim Friedhof, die Katholiken haben eine Kirche von 1993, St. Antonius geweiht. 

2006 wurde der Marie-Luise-Stolln als Heil- und Besucherbergwerk zugänglich gemacht. Zwischen 1726 und 1926 wurde in dem damals genannten Friedrich-Erbstolln Eisenerz abgebaut. Um 1230 siedelten bereits unter böhmischer Landesherrschaft erste Eisenbauern in der Region. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erschöpften sich die Erzlagerstätten. Wer heute hier einfährt, tut sich was Gutes.

Bildnachweis: Von Gert Hänsel - Eigenes Werk [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons