Runde durch Horb am Neckar und ins Isenburger Tal


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑426m  ↓426m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Am Rand des Schwarzwalds liegt Horb am Neckar. Die Stadt mit historischem Fachwerk, Flößerbrücke, Marktplätzen und der sich erhebenden Stiftskirche Heilig Kreuz ist auch Bildungsstadt mit einem Campus der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Wir lernen Horb kennen, den Oberen Neckar, das Landschaftsschutzgebiet Isenburger Tal und erfahren am Leib, was Horber Stäpfele sind.

Start ist am Bahnhof Horb am Neckar in der Horber Unterstadt. Das Zentrum von Horb liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Neckars. Noch nicht mal 500m Wanderung und wir beschäftigen uns schon mit Aufstieg, auch im Zickzack und via Alte Nordstetter Steige in Richtung Nordstetten. Binnen Kurzen sind wir von knapp 400m auf 500m rauf. Durch Wald und Feldflur gehen wir nach Isenburger Höfe in einem engen Seitental des Neckars.

Im Landschaftsschutzgebiet Isenburger Tal ist eine abgegangene hochmittelalterliche Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert lediglich als Burgstall erhalten. Hier ist heute ein Rastplatz mit Hütte. Wir sind bergab gegangen und durchstreifen das Tal mit Isenburger Weiher, von dem vermutet wird, es habe einst der Fischzucht der Burgbewohner gedient.

Unser Weg wird durch Wald, Waldrand und Wiesen eingerahmt. Rechterhand erstreckt sich Isenburg. Uns zieht es in Richtung Dettingen am Neckar, wo wir dann steil hinunter an die Gleise gehen. Dettingen liegt auf der anderen Seite des Ufers. Unsere Runde macht eine Wende und wir gehen nun entlang dem Gleis einerseits, der Neckar fließt zur Linken und wir sehen abwechslungsreiche Landschaft mit offenen Flächen, Wald und Fluss. Auf der anderen Seite des Neckar, etwa gegenüber von Isenburg, sind die Ihlinger Neckarwiesen auf denen jährlich ein Mini-Rock-Festival stattfindet, dass um die 12.000 Musikfans lockt.

Wir kommen an der Eisenbahn-Erlebniswelt am ehemaligen Rangier- und Güterbahnhof vorbei und zurück nach Horb, wo wir über den Flößersteg in die schmucke Innenstadt gehen, in eine etwa 1,5km lange kleine Stadtrunde, hinauf zur Stiftskirche.

Vom Neckar ist ein Mühlkanal abgezweigt. Wir gehen an der Markthalle und den Flößerwasen vorbei, queren den Mühlkanal, werfen einen Blick auf das Ihlinger Tor, auch Luziferturm genannt, kommen am Kakteengarten und Weißen Garten vorbei, wo das Finanzamt ist. Hier ist auch die Burg Hohenberg mit Bergfried, der auch Schurkenturm genannt wird. Um 1300 wurde die Burg an der höchsten Stelle als Teil der Stadtbefestigung errichtet. Es gab hier Mitte des 17. Jahrhunderts bis etwa 1788 ein Kloster der Franziskaner.

Das Wahrzeichen von Horb ist die Stiftskirche Heilig Kreuz, die Ende des 14. Jahrhunderts als Chorherrenstift gegründet wurde. Die bisherige Kreuzkapelle wurde Stiftskirche und im Stil der Gotik ausgebaut. Nach dem Stadtbrand1725 erhielt sie beim Wiederaufbau ein barockes Gewand. Es empfiehlt sich ein Rundgang durch ihr helles Innere.

Jetzt sind wir am Marktplatz mit dem sehr sehenswerten und bemalten Rat- und Wachthaus Horb. 1420 wurde es erstmalig erwähnt und nach dem Brand erneut aufgebaut. Wir schlendern durch die Marktstraße und genießen das Flair, bevor wir zum Bahnhof zurückkehren, um das Wissen in den Waden reicher, was Horber Stäpfele - Treppenstufen - sind.

Bildnachweis: Von Augenstein [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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