Rinschbachtal-Rundwanderung bei Osterburken


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑275m  ↓275m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Rinschbachtal liegt westlich von Osterburken, das auch als Römerstadt bezeichnet wird, denn hier fanden sich Befestigungen und Kastelle aus dem 2. Jahrhundert des Obergermanisch-Rätischen Limes. Unsere Landschaftsrunde wird vom Limeswanderweg gekreuzt.

Wir starten an der Hemsbacher Straße, die von Osterburken nach Hemsbach führt und an der das Ganztagsgymnasium Osterburken liegt. Parken kann man am Schotterparkplatz gegenüber dem Gymnasium. Wir wandern an der Ölbergkapelle vorbei nach Hemsbach und an den Rinschbach hinab.

Der Rinschbach kommt aus dem nördlichen Rinschheim, wo auch ein Kleinkastell ausgemacht wurde. Der Rinschbach fließt gen Süden und nördlich von Adelsheim in die Seckach. Dazwischen formt er ein recht naturbelassenes, hübsches Tal.

In Hemsbach steht die Laurentiuskirche unter Denkmalschutz. Die einstige Wallfahrtskirche St. Lauirentius wurde bereits 1281 erstmalig urkundlich benannt, entstand aber wohl schon eher und zwar vermutlich an der Stelle einer heidnischen Kultstätte. Der romanische Kirchturm mit Fachwerkobergeschoss wirkt recht imposant an dem Kirchensaal. Im Inneren sind Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert erhalten, die die Schöpfungsgeschichte zeigen und auch Darstellungen aus dem Neuen Testament.

Wir wandern durch die Aue des Rinschbaches, ihrer Quelle entgegen. Der Weg ist auch als Radweg ausgewiesen. Wir kreuzen eine Straße und der Weg heißt nun auch Matthäusweg. Nach rund 4km verlassen wir die Niederung des Rinschbaches und wandern ansteigend durch den Wald Barnholz mit dem Josefsbildweg.

Nahe der L582 begegnen wir dem Limeswanderweg, der hier durch ein Feld führt, und kommen zum Punkt Wp8/23. Er ist beim Kleinkastell Rinschheim gelistet. Man konnte neben Palisaden und Graben die Limesmauer auf 16m Länge aufdecken sowie Reste eines Steinturms. Man sieht noch einen Grabungstrichter und einen Schuttwall.

Wir halten uns rechts übers Feld, erreichen nach etwa 6,4km bei 357m den höchsten Punkt und biegen nach rechts in die Alte Straße.  Kurz drauf geht’s links in den Giesrundweg durch das Waldgebiet Gies und auf den Giesweg.

Vom Giesweg wandern wir auf den Grenzweg, kommen durch Feldflur, umgehen das Schützenhaus Osterburken im Gebiet Roschal, stoßen auf die L582, die wir queren und uns Osterburken nähern, wandern über den Wartberg wobei wir den Limeswanderweg auch noch mal sehen. Auf dem letzten Kilometer kommen wir durch die Brahmsstraße und die Schulstraße zum Ausgangsort. In Osterburken ist das Römermuseum einen Besuch wert.

Bildnachweis: Von Thomas Pusch [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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