Was für eine wunderschöne Portion Allgäu erleben wir heute ab Rimpach. Es wird sehr ländlich, mit Wiesen, Wäldchen und dem Rimpacher Moos als besonders wertvollem Feuchtgebiet. Um Rimpach liegen die Städte Leutkirch im Allgäu nördlich, Kempten im Allgäu östlich und Isny im Allgäu südlich. Die touristischen Anziehungspunkte weisen also eher von dieser ruhigen und beschaulichen Wanderung weg.
Das lässt sich fein genießen, inklusive unaufdringlicher Zivilisation durch die Orte und Weiler Rimpach, Aigeltshofen und Rohrdorf. Hier wandern wir auch ein Stück am Buchenberger Wald. Der Weiler Rimpach, ein Ortsteil von Friesenhofen, besteht zur Hälfte aus dem Schloss Rimpach und der Schlosskapelle, wo wir starten. Das Schlossensemble (1750er Jahre) setzt sich zusammen aus einem einstigen fürstbischöflichen Jagdschloss und der gotischen St. Leonhard-Kapelle. Sie hat Ursprünge im 14. Jahrhundert und wurde 1765 neu gebaut. Das Schloss gehört der Familie von Waldburg-Zeil und wird auch von ihnen genutzt.
Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn, queren die L318 und biegen nach links in Richtung Rimpacher Moos ein. Es geht erst durch Wiesen, dann Wald und ins Naturschutzgebiet Rimpacher Moos-Weites Ried, das sich entlang des Friesenbachs als wertvolles Feuchtgebietsmosaik erstreckt und rund 86ha misst. Das Rimpachr Moos-Weites Ried ist ein bedeutsames Ruhe- und Brutgebiet für die Vogelwelt. Im Niedermoorgebiet mit Pfeifengraswiesen wird Wasser gespeichert, was landschaftsökologisch ebenfalls wichtig ist.
Durch Wiesen kommen wir nach Aigeltshofen. Der Wohnplatz zählt zur Ortschaft Rohrdorf und zu Isny im Allgäu. Wir queren die Landstraße und wandern dann nach Rohrdorf, am Fuße der bewaldeten Berglandschaft Adelegg. Rohrdorf steht geschichtlich mit einem Frauenkonvent der Benediktinerinnen in Verbindung und dem 12. Jahrhundert. Durch den idyllischen Ort erreichen wir die Kirche St. Remigius, die auch mit dem Kloster zu tun hat, aber darüber hinaus auch Pfarrkirche war. Sie wurde mehrfach verändert, barock umgestaltet und erhielt im 18. Jahrhundert den Turmaufsatz.
Nun wandern wir in den Wald aufwärts, von rund 740m bis auf etwa 920m, bleiben ein Weilchen in erhöhter Lage, bevor es abwärts an die Landstraße geht, wo wir auf den Hof Oberhofen treffen und kurz später wieder in Rimpach sind.
Bildnachweis: Von NorbertWLang [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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