Rappenlochschlucht-Rundwanderung


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑415m  ↓415m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das wird ein Spektakel. Inszeniert durch die Natur, südöstlich des Dornbirner Stadtzentrums im Vorarlberger Bregenzerwaldgebirge. Wir sehen in der Rappenlochschlucht, eine der größten Schluchten Mitteleuropas, die Bezwingungsbemühungen seitens der Menschen, Wasser und Gestein zu beherrschen.

Zum Teil haben wir diese Runde diesem Wunsch zu verdanken, denn sonst wären die Wege, Stege und Brückchen nicht entstanden. Für die Rappenlochschlucht besteht eine Wintersperre, zumeist zwischen November und April.

Die Dornbirner Ach hat die Rappenlochschlucht und die nahe Alplochschlucht geformt. Wir starten in Gütle an der Dornbirner Ach, dem Eingangstor in die Schluchtenwelt, die ein wenig Bändigung erfährt, durch den Staufensee-Stausee (1828-1834 gebaut), den wir auch umrunden werden.

In Gütle sehen wir erstmal ein Rolls-Royce-Museum und ein Krippenmuseum. Wenn wir uns weiter in dem Parkareal umschauen, treffen wir auch auf einen 41m hohen Mammutbaum, in dem um 1900 angelegten Gelände. Modern Art meets working class estate – eine interessante Mixtur, angereichert durch Infos zum Naturerlebnis, mit hartem Kalk und weichem Mergel.

Es geht bergan mit der Dornbirner Ach, wobei wir am Rappenlochstadel vorbeikommen. In 2011 gab es einen beachtlichen Felssturz, der es nötig machte, die Wegeführung durch die Rappenlochschlucht zu verändern und neue Stege anzulegen, die so geführt sind, dass man auch Blicke auf die Kräfte der Natur nebst Felssturz hat. Es ist sehr beeindruckend das alles!

Etliche Bäche fließen zur Schlucht und wir kommen zum Staufensee mit Schluchtenblick, wir sind immer noch beeindruckt. Hoffentlich werden Menschen in einigen Jahren das auch noch sein können, denn seit dem Felssturz kann durch Hochwasser das Schwemmmaterial nicht mehr so abfließen und der See würde verlanden, wenn ihm nicht durch Mensch und Technik geholfen wird.

Am Ende des Staufensees ist Ebensand mit dem Kraftwerk Ebensand, das 1899 gebaut wurde und das zweitälteste E-Werk in Vorarlberg ist. Würden wir jetzt weiter gen Süden wandern, kämen wir in die Alplochschlucht. Unser Weg führt uns entlang dem Ostufer des Staufensees auf die Ebensandstraße und über die Ebniterstraße bei der Rappenlochbrücke. Etwa 2,8km liegen hinter uns, vor uns ist ein Waldabschnitt, es geht aufwärts.

Abwärts passieren wir den Lauf von Gunzenach/Kobelach, wir kommen an Wießgraben und Tintelsbach sowie ans Brunnentöbele und nach Beckenmann, einer kleinen Siedlung, die wir durchstreifen. Mit der Straße Beckenmann kreuzen wir den Beckenmannbach und sind wieder in Gütle.

Bildnachweis: Von Zairon [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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