Nordöstlich von Itzehoe und im Beritt des 380km² großen Naturparks Aukrug wandern wir eine kleine Runde durch die Natur im Rantzau Tal und Holsteinerwald. Das Gebiet rund um den Bach Rantzau umfasst rund 215ha und breitet sich zwischen Ridders und der Mündung in die Stör aus. Die Rantzau ist rund 15km lang. Die Runde ist mit einer 10 markiert.
Wer in Holstein und bei Itzehoe und Breitenburg unterwegs war, wird den Namen Rantzau in einem anderen Kontext gehört haben, nämlich als Grafenfamilie zu Rantzau, die noch immer ein Schloss in Breitenburg hat. Mehr forstlich als adelig starten wir die Wald- und Bachrunde vom Parkplatz Alte Försterei, den wir durch Abzweigen von der B77 erreichen. Hungriger Wolf, lesen wir hier auch. Ganz in der Nähe, auf der anderen Seite der B77, ist das Gelände des ehemaligen Heeresfliegerregiments 6, Hungriger Wolf, und an der B77 liegt auch der Weiler Hungriger Wolf. Hinter der Försterei mit Reet auf dem Haupthaus und einer Scheune biegen wir nach links ein, um im Uhrzeigersinn durch den Wald zu wandern.
Unter den hohen Bäumen und mit schattiger Frische an einem heißen Sommertag ist diese Runde besonders fein. Dann öffnet sich der Blick mit Waldrand und Feldflur und wir wandern einen Bogen an die Rantzau und genießen die Aussicht über die Wiesen. Dann überqueren wir den Bachlauf mit weiteren Naturaugenblicken und kommen in einen weiteren Teil des Holsteinerwalds.
Die Rantzau wird seit dem Jahr 2000 renaturiert und mittlerweile schwimmen dort auch wieder Bachneunaugen und Bachforellen. Wo das Bachneunauge weilt, ist das Wasser sauber, denn diese Art ist besonders empfindlich gegenüber organischer Belastung. Wir kommen über die Förster-Brücke zum Ausgangsort zurück. Die Rantzau fließt weiter gen Süden, um bei Breitenberg in die Stör zu münden.
Nächste Ortschaft ganz in der Nähe wäre Hohenlockstedt, von Hiesigen auch Holo abgekürzt, wo man seinen eigenen „hungrigen Wolf“ besänftigen könnte.
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