Rüggeberg (Ennepetal)

Auf dem Höhenrücken zwischen Heilenbecke und Ennepe liegt das 1949 in die Stadt Ennepetal eingemeindete Dorf Rüggeberg. Der noch heute landwirtschaftlich geprägte Ort versprüht mit seinen Fachwerkhäusern und den typischen Bergischen Bürgerhäusern – verschiefert, weiße Fensterrahmen, grüne Windläden – ein großes Maß an Gemütlichkeit.

In Rüggeberg gibt es nicht nur eine kleine Kirche – Baujahr 1827 –, sondern auch einen deutlich älteren Friedhof. Der alte Friedhof umfasst heute noch sieben Reihen und wird von alten Bäumen beschattet. Die plattenförmigen Grabsteine in Stelenform mit Rundbogenabschluss und sparsamen Ornament sind überwiegend aus Ruhrsandstein gearbeitet. Der älteste Grabstein ist von 1663.

Direkt benachbart steht der Kornkasten Rüggeberg. Er wurde in den 1960er Jahren hierhin versetzt. Ursprünglich gebaut wurde der Rüggeberger Kornkasten 1717. Auf der westlichen Giebelseite befindet sich eine außenliegende Treppe mit Eingangstor zum Dachraum.

Ein noch älterer Kornkasten steht im Weiler Neuenhestenberg, einen knappen Kilometer südöstlich von Rüggeberg. Der eingeschossige, aus massiven Holz erbaute Kornkasten wurde 1637 gemäß seiner Funktion etwas abseits der Hofstelle errichtet.