Questenberg-Rundwanderung


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑263m  ↓263m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Gemeinde Südharz liegt das Örtchen Questenberg im Tal der Nasse, zwischen Burgberg (280m) und Queste. Mit der hat es was auf sich und das erlebt live und frühsaufstehend, wer zu Pfingsten in Questenberg beim Questenfest ist. Rund durchs Jahr lässt sich um Questenberg viel Kulturnatur auf Gipskarstlandschaft erleben.

Wir starten nördlich von Wickerode, südlich von Questenberg, im Tal der Nasse (Parkplatz An der Nasse (K2835)). Gegen den Uhrzeigersinn geht’s aufwärts, rund um dem Armsberg (282m). Der Weg heißt Questenberger Tal und führt mit Waldrand, Wiesen und Baumgruppen gen Norden zum Hohen Kopf (332m).

Ein Naturereignis ist nach rund 3,5km erreicht und man könnte sich ein wenig hier tummeln, immer dem Bach nach, bis dieser verschwindet. Hier nahe der Stempelstelle Schöne Aussicht ist der Dinsterbach mit seiner Bachschwinde. Je nach Wetter und Trittsicherheit kann man entscheiden, ob man noch näher ran will. Wir sind hier im Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft Questenberg, das fast 3.900ha misst. 

Über den Weinberg kommen wir nach Questenberg hinab. Wir könnten einen Abstecher auf den bewaldeten Burgberg mit der Burgruine (um 1200) machen, von der Mauerreste erhalten sind. Der Weg dorthin liegt bei der Kirche St. Mariä Geburt, die 1305 erstmals genannt wurde. Ihr Kirchenschiff musste in den 1960ern neu gebaut werden. Auch am Platz ist der Roland. Der ist eigentlich ein Sinnbild für Stadtrechte, die hatte Questenberg nie. Vielleicht ist Roland hier auf Urlaub, man weiß es nicht.

Mit der Braugasse queren wir die Nasse und wandern aufwärts an Gletschertöpfen der Karstlandschaft vorbei und es gibt eine Möglichkeit zur Questenhöhle (oftmals noch Heckersloch bezeichnet) abzustechen, wenn man Höhlenforscher und befugt ist. Der Eingang ist verschütt und es ist immer Bewegung im Felsen.

Wenden wir uns der Queste zu. Dieser Ort basiert vermutlich auf einem wendischen Brauch zur Sommersonnenwende. Man sieht ein Baumkreuz. Es gibt einen Reisigkranz und an den Kreuzenden Reisig-Quasten. Wenn der alte Kranz verbannt ist, in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag, wird am Nachmittag aus Buchen- und Birkengrün neuer Schmuck geflochten. Auf der Queste ist eine Stempelstelle.

Auf dem Questenweg wandern wir ins Nassetal, begleiten die Nasse an einem Teich vorbei, kommen bei einer Forellenzucht aus und sind kurz drauf beim Parkplatz.

Bildnachweis: Von Vincent Eisfeld (nordhausen-wiki.de) [CC-BY-SA-4.0] via Wikimedia Commons

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