Quedlinburger Rundweg zur Altenburgwarte und der romanischen Wipertikirche


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Länge: 11.28km
Gehzeit: 02:39h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Quedlinburg an der Bode ist seit 1994 UNESCO-Weltkulturerbe. In der historischen Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen befinden sich gut 2000 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Unsere Runde führt uns vom Münzenberg über den Bornholzweg in den Wald namens Eselstall, hinauf zur Altenburgwarte und durch den Brühl zur St. Wipertikirche.

Wir beginnen am Stadtteil Münzenberg, der aus rund 65 zumeist zweistöckigen Fachwerkhäusern besteht. Vom Münzenberg aus hat man einen schönen Blick hin zum Harz und über Quedlinburg. Das Ensemble Münzenberg ist denkmalgeschützt. Unser Auto steht auf dem Parkplatz an der Wipertistraße, die wir vom Wipertikreisel aus erreicht haben.

Rechterhand erhebt sich der Münzenberg, während wir an der Langenbergstraße unterwegs zum Langen Berg sind. Wir folgen dem Bornholzweg sowie im Anschluss der Straße Bornholzwegsiedlung. Nach der Anhöhe geht es wieder leicht bergab und wir kommen in den Beritt von Westerhausen (Thale) mit Kuckucksberg (186m). Nach gesamt etwa 4,2km kriegen wir zwei Mal die Linkskurve, um rund zu wandern, durch Kleingärten, entlang von Feldrand und in den Wald.

Nach weiteren 4km sind wir an der Altenburgwarte und bei etwa 196m am höchsten Punkt der Wanderung. Die Höhe lässt sich noch toppen, wenn wir im Inneren des Wartturms die Wendeltreppe bis obenhin nehmen. Der Altenburgwartturm ist aus den alten Steinen des Wartturms aus dem Mittelalter errichtet worden. Der Turm gehörte zum Quedlinburger Warten- und Landgrabensystem, das die Bürgerschaft vor Eindringlingen mit bösen Absichten zu schützen suchte. Wenn das Grün nicht zu üppig wuchert, hat man von hier oben aus einen herrlichen Blick auf den Schlossberg von Quedlinburg mit der doppeltürmigen Stiftskirche St. Servatius, auch Quedlinburger Dom genannt.

Von der Altenburgwarte gehen wir hinunter an die Bode und kommen am Mühlgraben vorbei. Wir folgen der Bode durch Aue und Wald und sind in der Parkanlage Brühl, die rund 15ha umfasst. Der Brühl ist Teil des Projekts Gartenträume Sachsen-Anhalt, zu dem übrigens 40 Gärten zählen, die denkmalgeschützt sind. Der Brühl wird bei Theodor Fontanes Roman Cécile vorgestellt, als ein Ort mit „schönen Bäumen und allerlei Bild- und Bauwerken“.

Der Park gehörte einst zum Kloster Wiperti. Wir sind auf dem Weg zur St. Wipertikirche nebst Friedhof und Kapelle. St. Wiperti wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet. Als ein Meisterwerk der Romanik wird die Krypta bezeichnet. Zum denkmalgeschützten Areal gehört auch der im Westen des Gebiets befindliche Wipertifriedhof. Markant sind in den Felsen geschlagenen Grüfte, die in Form von Terrassen angeordnet sind.

Bildnachweis: Von Benutzer:Hejkal. [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

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